Abschaffung der Maklerprovision bei Mietobjekten Übernehmerseitig.

Abschaffung der Maklerprovision bei Mietobjekten Übernehmerseitig. 

 

Die SPÖ Wien teilet am 28.8.2017 mit, dass sie Maklerprovisionen Mieterseitig abschaffen wolle. Ob dies als Wahlzuckerl gedacht ist oder nicht kann ich nicht einschätzen. Fakt ist, dass dieser Vorstoß sicherlich bei vielen Mietern Anklang finden wird. Denn sind doch insbesondere die Gebühren an den unnötigen Makler doch etwas was vielen sauer aufstößt. Aus Maklersicht oder wenn sie so wollen aus Unternehmersicht muss ich dem wiedersprechen.

Richtig ist, dass die Käufe an Immobilien in Österreich heuer erstmals die 5 Milliarde Umsatz Grenze überschreiten werden. Das liegt aber weniger an den vielen Objekten die den Besitzer wechseln als eher an der Tatsache, dass die Kosten für Immobilen stetig (in den letzten 3-4 Jahren um bis zu 50%) steigen. Auch wenn die Medien gerne etwas anders publizieren. Wenn sie sich nun fragen was das mit Maklerprovisionen in Bezug auf Mieten zu tun hat lautet die Antwort meinerseits natürlich „sehr viel!“ Denn die Objekte wechseln nicht wegen Eigenbedarf den Mieter, sondern primär als Anlageobjekt welche vermietet werden.

 

 

SPÖ Wien

28. März 2013 · 

Maklerprovision für MieterInnen abschaffen!

Christoph Peschek fordert die Abschaffung der Maklerprovision für MieterInnen: "Gerade für Junge ist die Maklerprovision in der Höhe von zwei Monatsmieten eine enorme Belastung. Jüngere wechseln auch häufiger die Wohnung - und bei jedem Wohnungswechsel fällt diese Belastung erneut an."

Auch Kurt Stürzenbecher drängt auf Reformen: "Das Richtwertsystem muss transparenter werden und die oft beträchtlichen Aufschläge auf den Richtwertzins müssen mit insgesamt maximal 25 Prozent begrenzt werden." Und: "Der unbefristete Mietvertrag muss wieder zum Normalfall werden."

2012 wurde übrigens in Wien bei gefördert sanierten Wohnungen eine Kostentragungsregelung bei den Maklergebühren eingeführt. Wenn private Hausbesitzerinnen und -besitzer Makler für die Vermietung gefördert sanierter Wohnungen einschalten, so dürfen den Mieterinnen und Mieter keine Provisionen mehr in Rechnung gestellt werden.

 

Fakt ist aber auch, dass der Großteil der Wohnungen nicht von Privatpersonen gekauft und in der Folge vermietet wird sondern von gewerblichen vermeiden. Dies hat zur Folge, dass die Makler Abgeberseitig meist keine oder nur eine sehr eningeschränktze Provision bekommen. Folgt jetzt Übernehmerseitig auch noch die Abschaffung der Provision, sieht es sehr düster aus um die Einnahmen der Makler, welche von den Provisionen ja nicht nur leben, sondern Büros und Inserate bezahlen müssen.

Übrigens wurden die Provisionen von 3 auf 1 – maximal 2 Bruttomonatsmieten zzg. 20% USt bereits vor einigen Jahren vom Gesetzgeber reduziert.

 

Siehe: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/21/Seite.210222.html

Provision

Bei erfolgreicher Vermittlung des Abschlusses eines Mietvertrags durch eine Immobilienmaklerin/einen Immobilienmakler ist an diese/diesen eine einmalige Provisionszahlung zu leisten.

In der Regel muss die Mieterin/der Mieter die Maklerprovision leisten und nicht die Vermieterin/der Vermieter.

Höchstbeiträge für Provisionszahlungen

Höhe der Maklerprovision

Befristung bis drei Jahre

1 x Bruttomiete + 20 Prozent USt.

Befristung über drei Jahre und
unbefristete Mietverträge

2 x Bruttomiete + 20 Prozent USt.

HINWEIS

Bruttomiete = Nettomiete + Betriebskosten (exkl. USt.)

TIPP

Im Zuge der Verhandlungen über ein Mietobjekt lassen sich möglicherweise günstigere Konditionen vereinbaren!


Vor Mietvertragsabschluss sollten keine Anzahlungen oder Vorauszahlungen auf die Provision geleistet werden. Sogenannte Anbote sollten auch nur dann unterschrieben werden, wenn sich die Mieterin/der Mieter sicher ist, dass sie/er die Wohnung unter den im Anbot festgelegten Konditionen mieten möchte.

Weiterführende Links

·         Maklerprovisionsrechner (AK)

·         Umgang mit Wohnungsmaklern (AK)

Gut man könnte den Berufsstand somit aussterben lassen. Oder behaupten, bei dem großen Assed- und Share Deals im Verkaufsgeschäft verdienen die sowie ausreichend. Aber ist das so? Viel Makler, kämpfen ums Überleben. Für einen Makler kostet ein Inserat auf Willhaben Geld für eine Privatperson nicht. Aber wenn man das ja sowieso selber machen kann, wofür brauche ich denn dann einen Makler. Das ist richtig, sie könne das selber machen. Aber kennen Sie sich auch mit dem MRG aus? Wissen Sie was im WEG steht bzw. wissen Sie überhaupt was diese Abkürzungen bedeuten? Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Was ist wenn sie falsch oder gar nicht beim Finanzamt Vergebührung? Was haben Sie al Vermieter bei der Vermietung zu beachten? Welche Rechte haben Sie als Mieter. Wie lange gilt ein Kettenmietvertrag was bedeutet Kaltmiete oder Nettomiete?

Der Makler klärt sie auf und sorg für Rechtssicherheit. Und zwar sowohl den Abgeber als auch den Übernehmer.

Übrigens Provisionen sind Verhandlungssache. Nach oben gibt es strenge Grenzen nach unten nicht.

Böse ist einen Makler übrigens nicht, er zeigt Ihnen ja auch eines oder mehrere Objekte und verlangt nur Geld wenn sie Mieten. Wenn er also eine Wohnung 50 Mal herzeigt und dann vermietet und eine Provision von sagen wir 1500 Euro kassiert. Dann würde ich sagen ist das die Sache wert! Er hat ja eine Leistung erbracht. Natürlich auch für Andere und nicht nur für den Mieter aber der zahlt dann.

 

Übrigens die Wirtschaftskammer Burgenland Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder gab zum Artikel der SPÖ Wien folgende Stellungnahme ab. 

 

WKÖ-Umfrage:  Kunden mit Maklerleistungen sehr zufrieden

WK-Immobilienwirtschaft erteilt klare Absage anBestellerprinzip - Situation in Deutschland beweist: System ist untaugliches Mittel für leistbares Wohnen

Maklerkunden sind grundsätzlich mit den von Maklern erbrachten Leistungen sehr zufrieden. Dies zeigt eine Ende März von marketagent.com durchgeführte, österreichweite Umfrage im Auftrag des Fachverbandes der Immobilientreuhänder deutlich auf. Demnach waren 87 Prozent der befragten Personen, die innerhalb der vergangenen zwei Jahre ein Immobiliengeschäft über einen Makler abgewickelt haben, mit der erbrachten Dienstleistung eher oder sogar sehr zufrieden. Vier von zehn Personen hatten den Eindruck, dass der jeweilige Makler überwiegend die Interessen des Konsumenten vertritt. Weitere vier von zehn sagen, dass die Interessen ausgewogen vertreten wurden - damit bestätigen acht von zehn, dass der Makler ihre Interessen ausgewogen oder überwiegend vertritt. Von den befragten Personen haben 83 Prozent eine Maklerprovision bezahlt. Über 80 Prozent würden den Makler weiterempfehlen.

 

„Die aktuellen Ergebnisse unterstreichen eindrucksvoll, dass Arbeit und Fachwissen und Mehrwert von Maklerleistungen von Kunden erkannt und geschätzt werden und beweisen auch klar, dass der Vorwurf, Makler würden lediglich für die Vermieter Leistungen erbringen, komplett an der Realität vorbeigeht. Hier wird eindeutig versucht, über negative Stimmungsmache politisches Kleingeld auf Kosten einer ganzen Berufsgruppe zu machen. Verantwortungsvolle Politik sieht anders aus,“ kommentiert Georg Edlauer, Fachverbandsobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuellen Ergebnisse und erteilt der immer wieder diskutierten Einführung des Bestellerprinzips - dem Wegfall der Maklerprovision für den Mieter – eine klare Absage.

 

Beispiel Deutschland zeigt massiv negative Konsequenzen des Bestellerprinzips auf

 

„Wie kürzlich veröffentlichte Zahlen aus Deutschland, wo dieses System Mitte 2015 eingeführt worden ist, nun belegen, wären die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen einer solchen Maßnahme fatal und würden auch nicht, wie Politik und Mieterschutzorganisationen oftmals weismachen möchten, das Wohnen leistbarer machen“, warnen Edlauer, Reinhold Lexer, stellvertretender Fachverbandsobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder und Michael Pisecky, Wiener Fachgruppenobmann der Immobilientreuhänder. Eine aktuelle Statistik des Hamburger Marktforschungsunternehmens F+B für das dritte Quartal 2016 zeigt, dass der Wohnungsmarkt in Deutschland seit Einführung des Bestellerprinzips um mehr als ein Drittel geschrumpft ist. Waren es im ersten Quartal 2015 bundesweit noch über eine Million Mietwohnungsangebote, so gab es zuletzt nur noch 668.000 Wohnungen, die professionell vermarktet wurden. Zudem sind seit Einführung des Bestellerprinzips in Deutschland die Mieten deutlich stärker gestiegen als in den Vorjahren. Aktuelle Zahlen des Deutschen Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung zeigen, dass in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern die Mieten bei Neuverträgen im Jahr 2016 um rd. 6,3, bundesweit um rd. 5 Prozent, gestiegen sind. Die Steigerungsrate ist damit doppelt so hoch wie 2015.  Lexer: „Zusätzlich zum normalen Preisanstieg rechnen viele Vermieter auch noch die höheren Vermittlungskosten in die Miete ein. Der positive Effekt für einzelne Mieter, die keine Provision mehr zu bezahlen haben, wird auf den gesamten Markt übertragen. Die Konsequenz sind höhere Mieten für alle Neumieter. Das kann nicht Sinn der Sache sein. Wer also in Österreich mit der Idee des Bestellerprinzips hausieren geht, sollte die Menschen auch über die tatsächlichen Konsequenzen informieren.“

 

Tausende heimische Arbeitsplätze wären bei Einführung des Bestellerprinzips bedroht 

Die Folgen der Einführung des Bestellerprinzips für Mieter in Österreich, so Lexer, wären ein Einbruch des Wohnungsangebots, weniger Chancen auf freie günstige Wohnungen, steigende Mieten bei Neuvermietung und der Wegfall von Transparenz und Rechtsicherheit bei Mietgeschäften. „Zudem würden rund 30 Prozent der Maklerunternehmen, darunter zahlreiche Familienunternehmen, durch fehlende Einnahmen mittelfristig in die Pleite getrieben, was den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen bedeuten würde. Insgesamt würde Branche mehr als 20 Prozent des Gesamtumsatzes verlieren“, moniert Pisecky. Zusätzlich würden zahlreiche andere Branchen, die direkt oder indirekt vom Minus bei Immobilien-Inseraten betroffen wären, massiv an Umsatzvolumen verlieren, kritisieren die Branchensprecher der Immobilienwirtschaft unisono und und fordern anlässlich der ersten Erkenntnisse aus Deutschland ein endgültiges Ende der Diskussion über eine Einführung des Bestellerprinzips in Österreich. „Die zahlreichen negativen Erfahrungen in Deutschland beweisen eindeutig, dass die kolportierte scheinbare Entlastung für Einzel-Mieter zu einer enormen Verschlechterung der Gesamtsituation am Mietmarkt führen würde und auch massiv negative volkswirtschaftliche Auswirkungen mit sich brächte“, mahnt Edlauer den Blick auf das Wesentliche zu schärfen: „Leistbares Wohnen kann nur dann garantiert werden, wenn ausreichend gebaut wird. Was es braucht, sind Anreize für Investitionen in den Neubau und keine weiteren Restriktionen.“

Lexer und Pisecky unterstreichen abschließend: „Das Prinzip des Maklerwesens ist es, Vermieter und Mieter zusammenzubringen. Daher ist eine Teilung der Vermittlungskosten zwischen beiden Parteien - wie derzeit praktiziert - die fairste und sinnvollste Form, die allen Seiten Rechtssicherheit und Transparenz garantiert.“

Rückfragen & Kontakt:

 

Wirtschaftskammer Österreich 
Fachverband der Immobilientreuhänder 
Tel.: 05 90 900-5526 
E-Mail: immobilienwirtschaft@wko.at

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