Outsourcing

Oder wie es in der Baubranche genannt wird „in sub vergeben“ ist etwas was in meinem Berufsfeld der gängigen Praxis entspricht. Kaum eine Firma kann alle Leistungen rund um das Bauen selbst erbringen. Selbst Konzerne wie die STRABAG vergeben Aufträge in sub. Dies hat jedoch mitunter verschiedene Gründe.

Dazu ist es zuerst erforderlich sich folgende Fragen zu stellen:

-      Kann ich es selber machen habe ich die Fähigkeiten?

-      Habe ich die Zeit es selber zu machen?

-      Ist es billiger wenn es jemand anderer macht?

-      Kann ich die Haftung überwälzen?

Natürlich besteht beim outsourcen immer das Risiko, dass das gelieferte Produkt dann nicht meinen Ansprüchen genügt. Die Überwachung sollte man also selbst übernehmen. Wobei man auch das ausgliedern kann. Stichwort ÖBA (Örtliche Bauaufsicht)

Fakt ist, dass die Firma DI Robert Peterlik GmbH nahezu alles rund um das Bauen selbst machen darf. Was nicht bedeutet, dass wir auch alles selbst machen würden. Manchmal aus monetären Gründen manchmal aus Kapazitäten Gründen und manchmal eben aus gesamtwirtschaftlichen Gründen.

 

Gesamtwirtschaftliche Gründe?

Ja genau. Damit meine ich, dass es manchmal besser ist eine Leistung zu vergeben obwohl man diese selbst vielleicht besser, schneller und kostengünstiger machen kann. Warum? Dafür gibt es viele Gründe. Z.B. weil man eine andere Arbeit vorziehen muss weil diese dringend erforderlich ist oder weil dieser Job mehr bringt.

 

Das ist unternehmerisches Denken!

Erst wenn ein Unternehmer nicht nur begreift, dass er Leistungen in sub vergeben muss die er selber nicht erbringen kann, sondern Leistungen in sub vergibt, weil es wirtschaftlich sinnvoller ist, ist er in meinen Augen ein Unternehmer. Denn ein Unternehmer unterscheidet sich massiv von einem Selbstständigen. Zum einen ist ein Unternehmer ersetzbar. Das Unternehmen läuft /theoretisch auch mit einem anderen Unternehmer als Chef. Zum anderen delegiert er Leistungen um Margen, Umsatz und natürlich Gewinn zu maximieren und Risiko zu minimieren.

Denn passt die Leistung eines Subunternehmers nicht, dann ist das zwar schlecht für den Unternehmer aber bei weitem nicht so schlecht wie wenn er die Leistung mit Eigenpersonal oder aber durch eigene Leistung erbracht hat. Denn den Subunternehmer zahlt man üblicherweise erst, wenn das Gewerk ordnungsgemäß erbracht ist und abgenommen wurde. Auf diese Art und Weise bleibt man als Unternehmen liquid auch wenn ein Zahlungseingang ausbleibt.

Was nicht ausbleiben darf ist die stätige Kontrolle und Anpassung der Subunternehmer damit diese die gewünschten Qualitätsstandards erbringen.

Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser heißt die Devise.

Natürlich können nicht immer alle Leistungen in sub vergeben werden. Insbesondere Spezialleistungen müssen eventuell vom Unternehmer oder vom Eigenpersonal selbst erbracht werden. Diese Leistungen sollen auch in Eigenleistung erbracht werden. Dafür müssen die Ressourcen vorhanden sein.

Was vergeben wird und was nicht muss der Chef jedoch im Einzelfall immer selbst bewerten und entscheiden.

 

Kundenbindung

Achtung, knebeln sie diese Unternehmen. Es ist nichts unangenehmer, als wenn ein Subler sich ihr Knowhow aneignet und ihnen einen oder mehrere Kunden abspenstig macht.

Möglichkeiten sind die Vergabe von Teilleistungen, oder Werksproduktionen ohne dass der Subunternehmer den Kunden kennt oder eben brutalste Verträge. Jede Subfirma speilt irgendwann einmal mit dem Gedanken.

Wählen Sie aber ihre Unternehmen die für sie Leistungen für Dritte erbringen immer genau aus und prüfen sie ständig nach. Denn es ist auch sehr ärgerlich, wenn auch finanziell nicht so schädigende, wenn die Leistung nicht stimmt! Der Kunde reklamiert, es kommt zu Verzug, etc. Früher oder später sind sie ihren Kunden somit los.

Daher ununterbrochen und erbarmungslos evaluieren.

 

Rechtliches

Nicht immer ist es erlaubt sich Subunternehmen zu bedienen. Einige Auftraggeber haben derartige Klausen in den Verträgen. Oft muss man diese vorher melden oder darf sie gar nicht einsetzten. Prüfen Sie dies vorab bevor es zu Schwierigkeiten kommt.

Anderseits haben Sie als Auftraggeber erhebliche Auflagen zu erfüllen. Die Prüfung des Gewerbes, ob diese auf der Liste des BFI steht, die Prüfung der UID Nummer und der HFU Liste sowie einige andere Schikanen wie schauen ob es den Firmensitz gibt und den Geschäftsführer. Und natürlich prüfen ob das Personal angemeldet ist und entsprechend laut Kollektivvertrag entlohnt wird.

 

Outsourcing hat also Vor- und Nachteile. Je nach Firmengröße und Auftragsumfang ist es aber oftmals unumgänglich und zwingend erforderlich. Wenn man es richtig macht ist es auch eine gute Art Geld zu verdienen. Sofern man alles beachtet was oben so geschrieben steht. Zum Thema „Rechtliches“ sei noch angemerkt, dass es hier Vorlagen der WKO gibt worauf man achten muss.

 

Wir vergeben gewisse Leistungen in sub. Insbesondere Bauleistungen. Büroleistungen machen wir zum größten Teil selbst. Aber auch hier kommt es vor, dass wir Spezialleistungen vergeben. Vor kurzem musste ich eine Sickermulde nachwiesen. Ich kann es habe es auch schon gemacht aber da es ein Großprojekt über mehrere Grundstücke war habe ich die Leistungen vergeben.

 

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

DI Robert Peterlik GmbH

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