12 Stunden am Tag Arbeiten

Seit Monaten diskutiert Österreich über das Thema 12 Stunden Arbeit welches seitens der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ aufgeworfen wurde. Leider ohne entsprechendes Hintergrundwissen wie sich, wenn man die Medienberichte genau liest, immer wieder herausstellt. Gezielt, wie ich subjektiv meine, wird hier versucht dieses Thema zu diabolisieren. Anders kann ich mir folgendes nicht erklären. Augenscheinlich handelt es sich hie rum eine gemeinschaftliche Aktion von Arbeiterkammer (SPÖ lastig) Gewerkschaft (SPÖ lastig) der Oppositionspartei SPÖ und dem ORF (SPÖ lastig) samt zugehöriger Printmedien.

In Österreich wird scheinbar mit zweierlei Maß gemessen. Wenn die SPÖ oder SPÖ nahe Organisationen wie die MA48 der Stadt Wien oder die ÖBB 12 Stunden Arbeitstage zulassen, beschließen oder bestimmen bzw. sogar mit der Gewerkschaft absprechen und fixieren ist das in Ordnung und es kräht seit Jahrzehnten kein Hahn danach. Auch wenn in Abstimmung mit der mächtigen Innung Bau der BUAK und der der Gewerkschaft der Bauarbeiter bestimmt wird, dass bis zu 12 Stunden am Tag und bis zu 60 Stunden die Woche und dies über Monate hinweg im Jahr gearbeitet werden darf gibt es keinen Aufschrei. Niemand steht mit Tafeln und Transparenten da und beschwert sich keine Arbeiterkammer geht auf die Barrikaden und kämpft für die Rechte der Arbeiter. Noch schlimmer sieht es bei den Selbstständigen aus, die können und dürfen arbeiten bis sie tot vom Hocker kippen. Keine Menschenseele hat das je interessiert. Aber wenn eine Firma in Schwierigkeiten ist dann wir der Unternehmer vom System derartig gefickt bis nichts mehr übrig ist von ihm. Auch darf der Selbstständige selber seine Arztbesuche mitfinanzieren obwohl er genauso einzahlt. Dies aber nur als Randbemerkung.

Fakt ist, das sich weder die Medien noch die Arbeiterkammer noch eine Gewerkschaft oder gar der SPÖ nahe ORF für dieses omnipräsente Thema jemals interessiert haben. Bis es von der ÖVP / FPÖ Regierung aufgegriffen wurde. Da war es plötzlich ein Thema, da interessiert es keinen Menschen mehr wie oder gar warum darüber diskutiert wurde. Welche Mechanismen dahinterstecken oder welche Überlegungen. Auch Begründungen wurden nicht genannt, sondern dezidiert verschleiert. Das der ungewählte Altkanzler Kern der SPÖ selbst 12 Stunden bei der ÖBB angeordnet hatte in seiner Ära war da egal und wurde zu Tode geschwiegen.

Gut man kann natürlich sagen, dass die Art und Weise wie dieses Thema der Öffentlichkeit präsentiert wurde etwas holprig und ungeschickt war aber dennoch hatten die Regierungsparteien das wissen und die Mitteln dagegen zu steuern. Anstatt dies zu tun und sinnvoll zu argumentieren wurde jedoch hilflos im Wasser gerudert und der SPÖ mit ihrem stärksten Verbündeten im Rücken dem ORF die Munition geliefert.

Ich habe weder Lust noch Zeit dieses Thema hier zu erklären. Mir persönlich geht es viel eher darum, wie es sein kann, dass eine oder in diesem Fall sogar zwei Regierungsparteien etwas machen und die Opposition dies nutzen kann und mit hilf der öffentlichen rechtlichen Medien dies umdreht. Noch dazu, wenn der Oppositionsführer selbst einmal in seinem alten Job derartiges angeordnet oder zumindest gebilligt hat.

Mit Demokratie und freier Berichterstattung hat das nicht viel zu tun! Es sieht für mich eher nach einem mediengestützten Putschversuch aus. Willkommen im Kommunismus kann man da nur sagen!

Zum Glück sickern immer wieder Informationen durch und die Bevölkerung fängt an daran zu zweifeln was die SPÖ da von sich gibt. Aber dennoch ist der Durchschnittsösterreicher ein Arbeiter der davon betroffen sein könnte. Und wie wir alle wissen, ist die Angst ein Mächtiger Verbündeter. Eventuell würde es nicht schaden, wenn man sich das zugehörige Parlamentspapier mal durchliest, sofern man in der Lage ist derart komplexe Texte zu verstehen.

Ich persönlich bin auch der Meinung, dass es sich dabei um einen ausgesprochen unüberlegten Schnellschuss gehandelt hat der nun immer noch droht gänzlich nach hinten loszugehen. Aber was hätte die ÖVP die Partei der Unternehmer und Industriellen denn machen sollen. Es ist davon auszugehen, dass die Regierung kaum eine Wahl hatte. Die Industriellenvereinigung hat den Wahlkampf von Kanzler Sebastian Kurz gestützt und deutlich mitfinanziert und wird dies als Forderung gestellt haben dafür. Reine Spekulation wohl gemerkt. Die FPÖ mit Vize HC Strache wird mitziehen haben müssen sonst gibt es keine Vizekanzler. Aber das sind nur meine persönlichen Spekulationen.

Fakt ist man hätte es anders lösen könne und damit den Altkanzler Christian Kern gleich mal wieder als Vorreiter und bösen Initiator hinstellen könne. Man hätte die Thematik am Bau als lange und gut gedient verkaufen können und vieles mehr.

 

Jetzt ist es wie es ist und ich bin ja mal gespannt wie es enden wir. Hierzu erlaube ich mir noch folgende Spekulation: Ich gehe davon aus, dass Mitarbeiter mit „All In“ Verträgen öfter mal ermuntert werden länger zu arbeiten. Hingegen solche denen Überstunden bezahlt werden müssen werden wohl eher selten darunter leiden. Da wird es auch nichts helfen, wenn man aus persönlichen Gründen ablehne darf. Denn auf einer Kündigung muss ich nach wie vor keinen Grund angeben. 

 

Mit freundlichen Grüßen 

Baumeister

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