Break Even

Break Even

alleine reicht nicht aus!

Immer wieder hört man vom Begriff „Break Even“ oder „Break Even Point“ aber was genau ist das und warum muss man den in der Wirtschaft unbedingt erreichen? 

Break Even bedeutet zu Deutsch nichts anderes als Gewinnschwelle. Also jene Schwelle an der man den Deckungsbeitrag überschreitet und nach unten Verluste bzw. nach oben Gewinne verzeichnet. Somit reicht der Break Even alleine nicht aus um erfolgreich zu sein.

Für jedes Produkt oder jede Leistung hat man Fixkosten. Diese Kosten fallen immer an, egal ob man produziert oder eine Leistung erbringt. Die Fixkosten setzen sich sohin vereinfacht ausgedrückt aus Stoffkosten und Lohn zusammen. Weiter kommen jedoch auch die sogenannte Zentralregie hinzu, die Abnützung, das Risiko und natürlich die Zusatzkosten wie etwa Strom, Wasser und Miete. In der Zentralregie sind auch aliquot die Kosten für das unproduktive Personal erfasst. Jenes Personal welches forscht und entwickelt aber auch die Buchhaltung und der Vertrieb. Dieser Posten kann relativ umfangreich sein. Bei kleinen Firmen in denen der Chef sehr viel bis alles selbst macht ist die Zentralregie meist deutlich geringer als bei Konzernen. In der Baubranche kalkuliert man mit rund 12% z.B.

Das alleine ist aber immer noch keine Erklärung für Break Even. Denn dazu zählt noch mehr. Auch ist es meist, insbesondere bei produzierenden Betrieben keine fixe statische Zahl, sondern ein dynamischer Wert. Auch wenn rechnerisch bei jedem Verkauf ein Gewinn erzielt wird, kann der Break Even Point erst erreicht werden, wenn 300 von 500 produzierten Stück verkauft wurden. Dieser kann sich  aber natürlich durch Verzögerungen verschieben. Dadurch werden Finanzierungen langsamer bedient, die Mietdauer für Lagerhaltung steigt und auch die Lohnkosten erhöhen sich.

Sie sehen, der Breakt Even Point ist alles, nur kein Fixpunkt.

Grundsätzlich und vereinfacht gilt jedoch, dass der Punkt erreicht ist, wenn Erlös und Kosten ident hoch sind. Wohl gemerkt natürlich mit oben berücksichtigten Faktoren.

Steuern werden dabei übrigens nicht berücksichtigt. Denn als Unternehmen sind Sie ja Vorsteuerabzugsberechtigt. Die Steuer wird auch bei Gewinnen nicht berücksichtigt.

Ist nun also der Deckungsbeitrag an einem gewissen Punkt auf der Zeittafel aller abgesetzten Produkte ident mit den effektiven Fixkosten, spricht man genau an diesem Tag vom Break Even Point oder zu Deutsch Gewinnschwelle.

Sie sehen also, dass nicht der Break Even Point alleine wichtig ist, sondern das zugehörige Gleitverhalten.

 

Hierbei spricht man übrigens, bzw. ermittelt man dieses, mit der Gewinnschwellenanalyse.

Diese fragt im Grunde nach zwei Faktoren.

1.   Wie viele Produkte muss ich verkaufen um Gewinn zu machen unter Berücksichtigung der Nebenkosten und

2.   Oder präziser, wie viel Umsatz muss ich zu welchem Zeitpunkt generieren um in die Gewinnschiene zu gelangen oder zumindest meine Fixkosten zumZeitpunkt x decken zu können.

 

Andere Bezeichnungen für den Break Even Point sind Gewinnschwelle, Nutzschwelle oder Mindestabsatz. Beide Worte sind wohl selbsterklärend. Die Gewinnschwelle ist jener Punkt an dem es zu gewinnen kommt und ist auch der Punkt an dem mein Produktverkauf so weit ist, dass es ab dem nächsten Verkauf zu Gewinnen kommt.

 

Somit ist es wichtig, nicht nur den Break Even Pint statisch zu berechnen, sondern stetig anzupassen. Planung mit stetiger Anpassung ist somit unumgänglich. Der Verzicht auf Anpassung durch Änderung der Zeitschiene oder der Kosten führt unweigerlich zu einem falschen Break Even Point und somit zu einer Verzerrung der Gewinnpolitik. Was wiederrum zu erheblichen Schwierigkeiten im Betrieb und besonders im Bezug auf dessen Bonität führen kann. Oft kommt es bei Nichtanpassung vor, dass erst bei der Steuererklärung festgestellt wird, dass es zu Verlusten gekommen ist. Da der Unternehmer stets nur aus dem Cash Flow finanziert hat und somit nicht festgestellt hat, dass sich die Produktkosten kontinuierlich durch Paramaterveränderungen verändert haben, aber nicht angepasst wurden.

Sie sehen also, dass neben der Planung auch die Steuerung unumgänglich ist um Gewinne erwirtschaften zu können.

Weitere Faktoren sind übrigens die sogenannte Indexanpassung. Denn die Inflation macht auch vor Ihrem Produkt nicht halt.

Die allgemeine Formel lautet übrigens:

Verkaufspreis x Absatzmenge = Fixkosten x (Absatzmenge x variable Kosten)

Die Berechnung, Steuerung aber auch Planung für ein Produkt sind selbst unter Berücksichtigung der wichtigsten Parameter relativ einfach möglich. Schwieriger wird es, wenn gleichzeitig verschieden Produkte mit verschiedenen Gewinnschwellen produziert und verkauft werden oder aber auch wenn Produktionszeiten variieren. In diesem Fall ist es notwendig sehr oft und umfangreich sowohl je Produkt aber auch in Summe anzupassen. Nicht zu vernachlässigen ist in diesem Zusammenhang, dass es auch passieren kann, dass ein Produkt besseren Anklang am Markt findet als ein anderes Produkt und daher die Produktionsschienen umgestellt werden müssen, was wiederum zu neuen, nicht kalkulierten Fixkosten führt.

Gerne sind wir bereit für Sie einige Szenarien zu erstellen und ihnen bei der Bildungsplanung ihre Maschinen zu assistieren. Auch bieten wir dynamische Berechnungsmodelle für ihren Betrieb an und ermitteln auch gern die Fixkosten bzw. die Zentralregie.

 

 

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