Mieten oder Kaufen

Haus Miete Mieten Wohnung Kauf Kaufen Vertrag Mietvertrag Peterlik dirobertpeterlikgmbh

Noch nie war diese Frage schwieriger zu beantworten als heute. Der Investmentpunk Gerald Hörhan ist in seinen Werken der Ansicht, dass man für private Zwecke nur mieten sollte. Zumindest ist dies mein Letztstand seiner Ansichten. Grundsätzlich teile ich diese Ansicht mit ihm.

Ich selbst habe vor deutlich über einen Jahrzehnt den typischen Jungfamilienfehler begangen und mir ein Eigenheim angeschafft. Laut Ansicht meiner Eltern, stellt dies einen Wert dar und gehört mir ja irgendwann sowieso gänzlich. Auch kostet es nicht wesentlich mehr als zu mieten.

In dieser These sind so viel Fehler, dass mir hier gar nicht gleich alle einfallen werden.

1.   Irgendwann gehört es mir. Das ist richtig, aber es kostet mir dennoch immer etwas auch wenn die Finanzierung ausbezahlt ist. Denn in ein Eigenheim muss man ständig investieren um es in Schuss zu halten.

2.   Es kostet deutlich mehr als zu mieten. Bei Miete hat man den Vorteil, dass man seine monatlichen Kosten kennt. Man bezahlt Miete und Betriebskosten. Diese sind relativ fix. Abgesehen vielleicht von Strom und Wasser sowie Heizung. Aber auch das pendelt sich im Normalfall recht flott ein und man kann monatlich mit fixen Kosten kalkulieren. Bei einem Eigenheim hat man da wesentlich mehr Schwankungen. Viele der Zahlungen kommen auch auf einmal und nicht auf die monatlichen Betriebskosten verteilt.

3.   Reparaturen muss man ebenfalls selber bezahlen, denn bei einem Eigenheim gibt es keinen Rücklagenfond in den man monatlich etwas einbezahlt. (Ausgenommen natürlich Wohnungseigentum da kann es das schon geben)

4.   Auch muss man sich um Dinge kümmern, die einem bis dato gänzlich unbekannt waren. Z.B. muss man die Mülltonnen bestellen und den Müll am richtigen Tag selber vor die Türe stellen. Kosten für die neuen Wasserzähler der periodisch getauscht wird muss man ebenfalls selber, und vor allem auf einmal, bezahlen.

5.   Wenn man nicht mehr zahlen kann weil unvorhergesehenes passiert krallt sich die Bank das Haus und verschleudert es. Reicht dies für die Abdeckung des Kredites nicht aus darf man weiterzahlen für etwas was man nicht mehr hat.

6.   Tritt ein Schaden auf der nicht versichert ist muss man selbst dafür aufkommen. Z.B. die Heizung hat einen Totalschaden.

7.   Tritt mögliches auf wie Scheidung oder Jobverlust, muss plötzlich ein Einkommen reichen um die Forderungen zu bedienen. Oder im Extremfall muss sich die verbleibend Partei einen weiteren Kredit aufnehmen um den ausziehende Parte auszahlen zu können. Im Extremfall kommen dann noch weitere monatliche Kosten auf einen zu für Alimente und co.

8.   Zusätzlich zu den monatlich anfallenden Kreditkosten muss man auch noch eine Versicherung eine sogenannte Ausfallsversicherung bedienen die einspringt, wenn sie der Blitz beim Scheißen trifft und sie nicht mehr arbeitsfähig oder gar tot sind. Übrigens kommt es in solchen Fällen auch vor, dass diese Versicherung dann nicht ausreicht um die effektiven Forderungen zu bedienen dann wird das Haus erst verkauft.

 

Ich bin mir sicher mir sind hier bei weitem nicht alle Faktoren eingefallen. Aber dennoch wird es sicherlich noch so einige geben.

 

Dem entgegen stehen die Vorteile von Miete:

1.   Wenn ich etwas miete bin ich flexibel. Im Bedarfsfall kann ich das Mietverhältnis ohne Angaben von Gründen innerhalb der gesetzlichen Fristen beenden.

2.   Schäden an den allgemeinen Teilen des Hauses übernimmt der Vermieter mit dem Sanierungs- und Erhaltungsfond den ich monatlich in kleinen Raten einbezahle.

3.   Ändern sich meine Lebensumstände da ich mich z.B. binde und jemand bei mir einzieht oder ich mich trenne oder eben aus monetären Gründen, kann ich auch mein Mietverhältnis ändern. Ich kann in eine schlechtere oder bessere Lage ziehen oder die Größe der Wohnung verändern um Kosten zu sparen um eben den neuen Umständen zu entsprechen.

4.   Den gesamten Verwaltungsaufwand regelt im Normalfall die Hausverwaltung für mich.

5.   Schneeräumung macht die Hausverwaltung.

6.   Unvorhergesehen Kosten sind nach kürzester Mietzeit kaum noch vorhanden.

7.   Erhöhungen der Miete sind nur im gesetzlichen Rahmen zulässig und vorhersehbar. Stichwort Indexanpassung.

8.   Versichert bin ich nur auf Hausrat den Rest deckt die Versicherung der Hausverwaltung.

9.   Trenne ich mich als Mieter von einem Mietobjekt fallen dafür kaum Kosten an. Ich bekomme, sofern alles in Ordnung ist meine Kaution zurück und kann eventuell sogar Ablöse für Investitionen verlangen.

10.               Eine Versicherung auf Ableben ist nicht erforderlich, da das Mietverhältnis mit dem Tod endet.

11.               Der Mieterschutz schützt mich vor Vermietern die sich gesetzwidrig verhalten.

12.               Und um es auf den Punkt zu bringen, wenn ich nicht zahle kann ich nicht gleich delogiert werden, sondern das dauert. 

 

Sie sehen, die Vorteile liegen auf der Hand und sind umfangreich. Das soll aber nicht bedeuten, dass sie nicht kaufen sollen. Wenn sie über die entsprechenden finanziellen Eigenmittel verfügen, kaufen Sie eine Wohnung. Ihre Bank wird Ihnen diese wesentlich einfacher finanzieren als wenn sie selber drinnen wohnen würden. Ja genau nicht zum Bewohnen kaufen, sondern zum Vermieten. Schaffen sie sich Anlagevermögen. Bleiben Sie flexibel und bleiben sie ein ihrer Mietwohnung. Im Idealfall tragen die Einnahmen aus Miete nicht nur die Kreditkosten, sondern sie sparen auch gleich wieder an damit. Entweder reinvestieren sie nach einer Zeit wieder oder nutzen es als passives Einkommen. Nach einigen Jahren, wird die Wohnung dann ganz ihnen gehören. Nun könne Sie immer noch überlegen, ob sie diese nun selber nutzen und nur noch Betriebskosten zahlen oder weiterhin vermieten. In jedem Fall besteht nun die Möglichkeit die Wohnung neuerlich zu belasten um wieder zu reinvestieren. Die Bank wird sofort einsteigen. Denn zum einen haben Sie, sofern sie sie nicht selber bewohnen, eine automatisierte Refinanzierung von Top 1 welche nun auch neuerlich belastbar ist und eine, sobald vermietet, eine automatische Refinanzierung durch Mieteinnahmen von Top 2 welches nun ebenfalls belastbar ist. Wenn Sie gut verhandeln, können Sie ohne weiteres Eigenkapital einbringen zu müssen nur durch Belastung der ersten ausbezahlten Wohnung eine Finanzierung für 2-3 Wohnungen bekommen. Sie sehen also, dass sich die Wohnungen potenzieren werden. Aller Anfang ist sicher schwer aber mit der Zeit wird es sehr einfach.

Ich kann will und werde Ihnen nicht sagen ob das eine gute Idee ist oder der richtige Weg für sie. Denn Risiken birgt ein derartiges System immer. Das fängt bereits bei der Wahl der Immobilie an. Wenn Sie kein Fachmann sind können Sie nur sehr schwer verifizieren ob die Liegenschaft entsprechende Renditen abwirft. Sie wissen eventuell nicht, ob und um welchen Preis sie vermieten können. Auch besteht immer das Risiko des Mietentganges.  Aber das ist Risiko. Das Risiko eines Unternehmers. Das Risiko eines Investors.

Gerne beraten wir sie in finanziellen wie auch im Bezug auf Wohneinheiten kaufen oder mieten.

 

Ihre

DI Robert Peterlik GmbH 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0
Hier klicken um anzurufen


DI Robert Peterlik GmbH   

7201 Neudörfl, Hauptstrasse 18

Tel./Fax: +43 2622 77325 | office@perodast.at

FB: www.facebook.com/baumeister.peterlik  | Twitter: @RobertPeterlik  | Skype: r.peterlik | Instagram: robert_peterlik 

Ältere Blogbeiträge können Sie auf FB nachlesen oder auf Amazon sowie im Shop als E-Book bestellen.


So findet man uns


Jetzt neu! Das Buch zum Nachlesen

Was Sie als Bauherr wissen sollten!

Die gesammelten Werke 2016

des Blog von Baumeister Peterlik

Die gesammelten Werke 2017

des Blog von Baumeister Peterlik