Zinseszinsen

Im alten Rom, war dieser per Gesetz über zumindest zwei Jahrhunderte verboten! Dies lag daran, dass viele Menschen diesen Effekt nicht verstehen und in eine sogenannte Schuldenfalle tappen. Ich selbst habe mal Geld verborgt und der Schuldner hat den Effekt um nicht zu sagen den Rechenschritt einfach nicht verstanden. Er zahlte mir nach einem Jahr mehr zurück als durch die Berechnung entstanden wäre, entschuldigte sich höflich und bat mich darum diesen Zinsaufschlag zu akzeptieren. Mit böser Miene stimmte ich ausnahmsweise wegen langer Freundschaft zu. Der Schuldner bedanke sich und zahlte.

Hätte er die Formel gekannt wäre er besser ausgestiegen.

Übrigens die allgemeine Formel zur Berechnung, welche auch schon Alber Einstein verdammte lautet:

 

ZZ = K (1 + p / 100)x

p ….  Zins

K ….  Ausgangskapital

x …. Jahre

 

Albert Einstein? Ja genau dieser sagte einmal:

Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder. Derjenige, der ihn versteht, der verdient ihn, wer ihn nicht versteht, bezahlt ihn!

 

Er hatte wohl damals schon nicht unrecht.

Oben genannte Formel gilt natürlich in beide Richtungen. Sie gilt sowohl für Schuldner als auch für Anleger. Der Unterschied ist nur, dass Anleger damit theoretisch Geld verdienen. Schuldner jedoch mit höheren Kosten / monatlichen Belastungen zu kämpfen haben.

Grundsätzlich gilt, für jeden Euro den sie sich leihen und nicht auf einen Schlag zurückbezahlen, fallen Zinsen für die Differenz an. Nehmen wir an Sie leihen sich 100 Euro nach einem Monat bezahlen sie 10 Euro zurück und haben aber einen monatlichen Zins von 5% ausgemacht. Nach dem ersten Monat haben sich Ihre Schulden auf 105 Euro erhöht. Sie zahlen 10 zurück und vermindern dem Schuldnerland somit auf 95 Euro. Im Folgemonat belaufen sich Ihre Schulden nun wieder auf 99,75 Euro bis sie eben wieder 10 Euro einbezahlen und somit die Schuld auf 94,75 Euro reduzieren. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. So geht das munter weiter. Das nennt man den Zinseszinseffekt. Würde dieser nicht existieren würde sich die Situation wie folgt verhalten.

Sie leihen sich wieder 100 Euro. Diese müssen sie in Raten zurückbezahlen. Ohne Zinseszins. Nach einem Monat haben sich Ihre Schulden wieder auf 105 Euro erhöht. Sie zahlen wieder 10 Euro zurück und der Schuldenstand reduziert sich auf 95 Euro. Nun zahlen sie nicht von den 95 Euro Zinsen, sondern nur von 90 Euro. Die Zinsen für den nächsten Monat belaufen sich also „nur“ auf 4,50 Euro. Ihr Schuldenstand erhöht sich somit vor Rückzahlung der nächsten Rate auf 99,50 Euro. Wenn sie wieder 10 Euro einbezahlen reduziert sich Ihr Schuld weiter auf 89,50 Euro. Nun kommen wieder Zinsen hinzu aber nur mehr von 80 Euro und das Spiel beginnt von Neuem.

Wäre natürlich etwas fairer aber eben nicht Usus und wird auch nicht angewandt. Warum nicht, würde ein eigenes Buch füllen aber so viel vor ab, Auch Banken leihen sich Geld von der EZB und müssen diese Kredite verzinst zurückzahlen.

 

Beim Sparen verhält sich die Situation etwas anders. Allerdings ist beim Sparen, wenn man es genau nimmt, auch die Inflation zu berücksichtigen.

Ein einfaches Beispiel hierzu:

Sie legen 100 Euro auf ein Konto und erhalten 2% Zinsen im Jahr.

Somit haben Sie nach einem Jahr 102 Euro am Konto. Was nicht stimmt, denn von Ihren Zinsgewinnen, müssen sie 25% Steuern zahlen. Die KeSt oder auch Kapitalerwerbssteuer. Somit ist Ihr Gewinn an Zinsen lediglich 1,5 Euro. Oder nach Steuer haben sie nur 1,5 Euro am Konto. Klingt doch nicht so schlecht, wenn auch nicht so fett. Aber besser als wenn Sie das Geld unter der Matratze horten.

Ja das stimmt. Aber Fakt ist, dass sie in beiden Fällen Geld verlieren. Denn es gibt ja auch noch die Inflation.

Geht man von 3 % Inflation im Jahr aus und das bei 100 Euro ist das Geld auf dem Konto gemessen an der Kaufkraft nur noch 97 Euro wert. Oder um präziser zu sein 97 Euro zzgl. Zinsgewinn von 1,5 Euro abzüglich davon wieder 3% = 1,46 und somit in Summe 98,46 Euro. Auch wenn weiterhin 101,50 Euro nur der Wert ist gesunken. Der Gegenwert von Geld für das Kaufen von Waren sinkt.

Wichtig wäre somit eine Sparform zu wählen, welche zumindest die zu erwartende Inflation übersteigt. Mit klassischen Produkten unmöglich. Aber hierzu mehr in einem anderen Beitrag.

 

Zu diesem Effekt dem Zinseszinseffekt gibt es auch eine Fabel.

Ein König belohnt einen Untertanen mit Reis für eine gute Tat. Der König fragt den Untertanen wie viel Reis er denn gerne haben wolle für seine gute Tat. Der Untertane, der Angst hat zu viel zu verlangen sagt zum König: „Herr ich bin bescheiden. Euer Schachbrett hat 64 Felder. Ich bitte nur darum mir 64 mal Reis zu geben aber auch hier nicht viel. Am Ersten Tag legt mir ein Reiskorn auf das erste Feld und verdoppelt die Anzahl der Körner auf jedem Feld. Der König schmunzelte, sich dem Zinseszinseffekt nicht bewusst, und stimmte zu. Rechnen sie mal hoch.

Mein Taschenrechner meint das sind 1,844674407 x 1019 Reiskörner.

Es gibt sicher viel Reis auf der Welt aber das klingt verdammt viel.   

 

Wer damit etwas experimentieren will, kann sich auch unter folgen Link eine Excel Tabelle herunterladen www.goo.gl/EJEDw8

 

Hier mal ein Vergleich bei 10 Durchrechnungseinheiten (Monaten, Jahren, etc.) bei Zinssätze von 0,1 0,2 0,3 und 0,5% Zinsen

 

 

Gewaltig der Unterscheid nicht war.

Nehmen wir mal an sie sparen jedes Monat 100 Euro bei einem fixen Zinssatz von 5% dann haben Sie nach einem Jahr und 12 Einlagen einen Zinsertrag vor KeSt von gerade mal 32,50 Euro. Wenn wir auf 120 Monate erhöhen beträgt der Zinsertrag bereits 3.374,25 Euro vor KeSt. Zuzüglich des eingelegten Kapitals von 12.000 Euro, sind Sie bereits auf 15.374,25 wieder abzüglich KeSt.

Und wissen Sie was nach 1126 Monaten passiert? Sie haben exakt 112.600 Euro einbezahlt und bekommen dafür 1.183.791,35 Euro Zinsen. Abzüglich einer KeSt in der Höhe von 295.947,84 Euro ergibt dies eine Gesamtsumme am Konto von 1.000.443,51 Euro.

Ja Sie sind Millionär.

Nach 1.126 Monaten was 93,83 Jahren entspricht.

Ich wünsche Ihnen ein langes Leben und hoffe Sie haben früh zu sparen begonnen.

Abgesehen davon, wenn Sie ein klassische Sparform finden welche Ihnen 5% auf fast 100 Jahre garantiert dann rufen Sie mich bitte an. Da steige ich auch ein.

Wie es sich mit anderen Zinssätzen die der Realität entsprechen und / oder anderen Laufzeiten und monatlichen Einlagen verhält können Sie selbst ausprobieren unter https://www.bankenrechner.at/sparzinsrechner

Sie werden feststellen, dass sich Zinsen beim Sparen zurzeit nicht lohnen aber beim Finanzieren eine gewaltige Rolle spielen.

 

In diesem Zusammenhang fordre ich sie auf einmal durchzurechnen wie viel sie sparen müssten, und zwar nur sparen, um in 25 Jahren finanzielle Freiheit zu erlangen. Sparen bedeutet, auch wenn es in der Gegenwart unschick ist, etwas von seinem monatlichen Einkommen beiseite zu legen.

Gehen wir von 5% Zinsen inflationsbereinigt aus sowie von einem aktuellen Nettoeinkommen von 1.500 Euro 14 x im Jahr.

In Summe somit 21.000 Euro im Jahr oder rückgerechnet auf das Monat 1.750 Euro im Monat durchschnittlich.

Es sind rund 35 Jahre. Und um Ihnen die komplizierten Rechenschritte zu ersparen schauen Sie einfach auf https://frugalisten.de/rechner/ . Hier können Sie damit experimentieren wie viel sie von Ihrem Einkommen beiseitelegen müssen um zum Zeitpunkt x in Pension gehen zu können ohne auf eine staatliche Unterstützung angewiesen zu sein. Denn es ist fraglich ob die derzeitigen U30er überhaupt noch in den Genuss einer Pension kommen und alle anderen nicht irgendwann mit einer Einheitspension in Höhe der Mindestsicherung abgespeist werden. Aber auch das können sie ja in ihre Berechnungen einbeziehen.

Ja gut 5% Zinsen sind etwas hoch gegriffen bei der derzeitigen Finanzlage Weltweit, aber mit den richtigen Produkten ist auch das möglich. Hierzu aber mehr in einem anderen Artikel.

Das alles läuft auf eine Zielinformation hinaus, und diese lautet einfach formuliert: Es ist besser das Geld für sich arbeiten zu lassen als für das Geld arbeiten zu müssen. Jedoch ist es auch erforderlich für das Geld zu arbeiten damit man, bei richtigem Investment, überhaupt die Möglichkeit generiert sein Geld für sich arbeiten zu lassen. 

 

Wir beraten Sie gerne.

 

Ihre

DI Robert Peterlik GmbH

 

 

 

 

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