Willkommen in Nordkorea

2017 die Medienberichte über Nordkorea und deren Machthaber Kim Jong Un überschlagen sich. Verfügt der letzte Diktator tatsächlich über Langstreckenwaffen mit atomaren Sprengköpfen? Laut chinesischen Medien haben einige Raketentests dies bewiesen. Fraglich nur woher er das Kernmaterial hat? Aber darum geht es heute nicht, sondern lediglich um das hirnlose Mitklatschen wofür er berühmt ist. Egal was er von sich gibt, die Massen wie auch das Parlament applaudieren nahezu euphorisch.

Ähnliches sah ich auf einer Weihnachtsfeier in diesem Jahr. Der Chef kam zu spät und lies alle warten. In der Kälte wohl gemerkt. Bereits diese Tatsache, schien niemanden zu stören was mich bereits verwunderte. Hierzu muss ich anmerken, dass ich kein Angestellter bin, sondern wohl eher das was man Opposition nennt. Eine Minderheit auf dieser Veranstaltung, wenn man so will. Um genau zu sein genau 5 von ca. 100 Leuten.

Gut nachdem nun alle mit Verspätung im Saal waren ging es los nach einer kurzen Einleitung gab es Vorspeisen und Suppen sowie reichlich Alkohol. Danach donnerte die Chefin der Personalvertretung mit nahezu weinerlicher Stimme eine Lobrede auf den Chef. Wie toll er nicht ist und wie super es nicht ist für ihn zu arbeiten und natürlich wie gütig und menschlich er ist. Dach schmetterte der Chef eine Rede vom Pult, das, nicht nur den wenigen Oppositionellen, sondern wohl merklich auch so einigen Jüngern der Bissen im Hals stecken blieb. Hoch politisch wurde es bei dieser Rede. Und natürlich wurde die Opposition angegriffen. Interessant, diese politische Thematik in Verbindung mit den wiederkehrenden Untergriffen auf einer Weihnachtsfeier.

Ach ja, ich vergaß, es war ja eine keine Weihnachtsfeier, sondern eine Jahresabschlussfeier. Man müsse ja politisch korrekt bleiben. Komisch, Muslime sind mir da gar keine aufgefallen. Naja ein oder zwei werden schon gewesen sein. Und abgesehen davon, bin ich per Definition ja auch kein Christ, da ich zwar getauft und gefirmt bin sowie eine Erstkommunion genießen durfte aber eben aus der Kirche ausgetreten bin.

Fakt war jedoch, dass alle, die dort saßen in blindem Gehorsam applaudierten und zwar wie bei oben genannten Diktator euphorisch. Was sollten sie denn machen? Nicht klatschen und Beifall jubeln und somit Gefahr laufen am Monatsende keinen Job mehr zu haben?  

Eigentlich bedauerlich für einen Chef wenn er zu solchen Mitteln greifen muss um sich am Beifall zu ergötzen. Nur armselig und billig wie ich es definiere.

Seine Schafe hat er sowieso nicht im Griff. Ein klassisches Beispiel hierzu ist die untergriffige Meldung in seiner Rede betreffend einer ehemalige Mitarbeiterin welche sich etwas zu Schulden kommen hat lassen. Mit dem Verweis auf die Verschwiegenheitspflicht knebelte er nicht nur seine Mitarbeiter, sondern auch die Opposition. Welche sich auch daran hielt! Natürlich drang etwas an die Öffentlichkeit und in der Folge an die Medien. Ja das zwei seiner engsten Vertrauten dieses hoch gehütete Geheimnis besoffen, unabhängig voneinander, bei zwei Wirten ihres Vertrauen lautstark in die Runde schmetterten, will der werte Herr Chef nicht wahrhaben und glaubt er sowieso nicht. Ich durfte mich von meiner Gesinnungsgemeinschaft den Vorwurf machen lassen warum ich es nicht „politisch“ taktisch verwendet habe. Nun ja, weil ich auf Grund meiner Funktion ja zur Verschwiegenheit verpflichtet war und bin. Fürs nächste Mal weiß ich es dann eben.

Wie gesagt, willkommen in Nordkorea! Hängen wir die, die uns nicht wohlgesinnt sind. In diesem Fall die Opposition. Überprüfen ob diese Personengruppe gegen den Chef arbeitet oder ob es doch die eigenen Vertrauten sind ist sowieso unnötig.

Wenn wir schon dabei sind lieber Chef, hochgeschätzter oder hochverehrter Herr, um es mit den Worten deiner Personalvertretung zu sagen, es freut mich, dass dir nur ein Wahlergebnis nicht passt. Nämlich jenes der Nationalratswahl 2017. Ja da heben wir dir einen von vier Sprengeln abgeluchst. Du meinest zwar, es war einmalig, ich sage dir, das war es nicht. Die Zeiten ändern sich. Die Menschen wachen auf. Sie wählen wieder die Demokratie! Ja das Ergebnis bei den Gemeinderatswahlen zwei Wochen vorher war perfekt für dich. Aber auch für uns als kleine Opposition nicht zu unterschätzen. Wesentlich mehr Sitze im Gemeindeparlament wie auch einen Vorstand konnten wir lukrieren.

Demokratie, übrigens ein tolles Stichwort nicht wahr. Liebe Leser, die größten und erfolgreichsten Demokratien sind Amerika, die Schweiz und trotz Krone, die Briten! Alle drei Länder haben dem politischen Establishment eine Abfuhr verpasst. In Amerika wurden die Berufspolitiker durch einen gewählten Unternehmer abgewählt. Durch die Wähler und nicht durch den Wählerfang mittels neuer Medien wie Twitter und Facebook. Ja auch wenn die Politelite der EU gegen ihn ist, er ist gewählt und er tut das was das Volk will und braucht.

Im Gegensatz zur deutschen Kanzlern Angela Merkl, die im ja die Zusammenarbeit verweigert wenn er sich nicht für Menschenwürde, gesetzestreue usw. einsetzen würd und sich daran hält. Eigenartig, warum hat sie das noch nie zum türkischen Ministerpräsidenten Erdogan gesagt? Noch dazu wo, wie jeder weiß, der Oberbefehlshaber der deutschen Kanzlerin seit dem Ende des zweiten Weltkrieges ja immer der US Präsident ist.  

Auch die Schweiz hat es den Berufspolitikern sehr schwer gemacht. Gewählt bedeutet gar nichts mehr. Wer keine Ergebnisse liefert oder sich nicht an sein Wahlversprechen hält hat es dank direkter Demokratie binnen 3 Wochen hinter sich. Nichts geht in einer Legislaturperiode, wenn die Bürger es nicht wollen. Ja es gibt viele Volksbegehren und Abstimmungen, aber mahl ehrlich, geht es der Schweiz damit nicht besser. Ja das tut es. Siehe Flüchtlingsthematik, Durchschnittslöhne, Pensionshöhen, Pro Kopf Vermögen, Bildungsstatistik, etc.

Zu guter Letzt die Briten. Immer schon ein sehr eigenes Volk. Dennoch haben sie es geschafft sich aus der EU zu lösen. Oder gerade deshalb? Wie bei den Schweizern verfügt dieses Land über einen intakten gut funktionierenden Finanzmarkt. Was auch der Grund ist warum Jean Claude Juncker seines Zeichens Europäischer Kommissionspräsident, zähneknirschend zustimmen und nun den Austritt verhandeln muss. Ein Denkzettel für unsere EU Politiker, welche sich auch unsere Landespolitik mal genau ansehen sollte.

Es ist die unumgängliche Zukunft. Veränderungen sind nötig. Nicht alle sind immer gut und viele sind mit einem Lernprozess zu vergleichen. Vieles würde besser laufen, wenn die Politik nicht gezüchtet und von Nachkriegswerten durchzogen wäre. Ein klarer Blick und gesunder Hausverstand fehlen gänzlich wie ich feststellen muss. Aber was soll man von Menschen erwarten, welche ohne jegliche Ausbildung Ämter überhängen nicht zuvor in der Privatwirtschaft arbeiten mussten. Über keinerlei Führungserfahrung verfügen und nicht wissen, wie es dem Volk geht, ja denen es sogar egal ist.

Ein Thema bei der „Jahresabschlussfeier“ waren auch Wohnungen. Wohnungen für Bedürftige. Der Chef wusste nicht, wie viele Menschen heuer kein Geld haben um zu heizen. Er wusste nur es gibt sie und prangerte gleich wieder die Bundesregierung dafür an. Es sind rund 22500 heuer wie ich sehr wohl wusste. Diese Menschen kommen nicht zum Landhaus oder zur Bunderegierung, die kommen zur Kommune. Schade nur, wenn sie dort keine Wohnung bekommen, weil die günstigen Gemeindewohnungen bereits nahezu alle verkauft wurden. 

 

Aber egal, Hauptsache man kann über eine Minderheit lästern und die Mehrheit klatscht einem fröhlich zu. Erinnert irgendwie an die Nazis, aber die waren doch rechts und nicht links. 

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