Das Unding Arbeiterkammer

Unding? Ja genau Unding. Die AK vertritt jährlich tausende Arbeiter um Ihre Rechte durchzusetzen. Eine Einrichtung die es auf der Arbeitgeberseite auch gibt. Die WKO also die Wirtschaftskammer, die aber nur auf der Arbeitnehmerseite wirklich stark ist. Irritierend wie ich finde. Denn 100% aller Steuergelder werden ja von Unternehmer generiert. Ja genau 100% also alles. Dazu aber mehr in einem anderen Artikel.

Jeder der also der Meinung ist, ungerechtfertigt gekündigt worden zu sein geht zur AK. Dort schildert er einseitig seiner Ansichten und die AK fordert vom ehemaligen Arbeitgeber, etwas, dass deren Meinung nach dieser Person zusteht. Wohlgemerkt ohne zu prüfen ob dies gerechtfertigt ist oder nicht. Man geht einfach von einem Generalverdacht aus, dass der Arbeitgeber schuldig ist und etwas falsch gemacht hat. Man prüft jedoch nicht, ob der Arbeitnehmer eventuell etwas beigetragen hat zu dieser Misere. Da geht man immer von der Unschuldsvermutung aus.

Ich durfte dies als Unternehmer selbst am eigenen Leib spüren! Ich hatte einen Mitarbeiter. Der konnte mir keinen Lehrbrief vorweisen, bis heute nicht. Ich habe ihn dennoch als Maurer eingestellt. Den Lehrbrief habe ich gelegentlich mal nachgefragt aber nichts bekommen. Der nette Herr ist mit dem Firmenbus unterwegs gewesen. Ist damit auch nachhause gefahren bis Wien was ja doch knappe 60km sind und hat natürlich seine Tankrechnungen bezahlt bekommen. Angemeldet wurde er über ein namhaftes Steuerberatungsunternehmen welches auch die Lohnverrechnung machte. Gut mit dem Bus ist er zwar auf die Baustelle gefahren aber wie ich im Nachhinein erfahren durfte dann auch gleich weiter zum Pfuschen. Keine leere Aussage, da gibt es eine eidesstattliche Erklärung dazu, eines anderen Mitarbeiters. Erklärt natürlich auch, warum er für 7m² Wand mit einem Helfer, acht Tage zum Mauern benötigt hat. Einmal rief mich in der Früh die Autowerkstatt an in der ich den Bus zur Reparatur oder Pickerl hatte und teilte mir mit, dass da ein Herr stehe der betrunken wirke und das Auto haben wolle. Ich gab dem Inhaber der Werkstatt die Anweisung ihm das Auto nicht zu geben. An diesem Tag war der Arbeiter nicht mehr erreichbar und kam auch nicht zur Arbeit. Natürlich gab es eine mündliche Verwarnung und einen Tag Urlaubsabzug. Erreichbar war er übrigens öfter mal nicht und auch nicht auf der Baustelle. Kunden riefen mich an und fragten wo denn der Maurer bleibe er habe den Helfer dagelassen und sei weggefahren. Als er ein weiteres Mal nicht erreichbar war, weder für mich noch für seinen direkten Vorgesetzten Herrn Aleksic, reichte es mir und es gab eine fristlose Entlassung. In Summe hat der Herr, was man ihm natürlich rechtlich nicht anlasten darf, einen erheblichen Schaden im 5-stelligen Eurobereich hinterlassen. Ganz abgesehen davon, dass er bei mir Zuhause samt seiner Gattin aufgetaucht ist und sich sehr unhöflich verhalten hat.

Resümee: Er hat nicht gearbeitet zumindest nicht für mich, ich musste aber sein Gehalt zahlen und noch dazu hat er einen Schaden angerichtet der sein Gehalt samt Nebenkosten bei weitem übersteigt. 

Ich werde verklagt und kann ihn nicht verklagen.

Übrigens hat mir die AK auch Tankrechnungen geschickt die ich zu bezahlen habe. Das ist mein Firmenauto gewesen! Ich habe die Tankrechnungen in der Buchhaltung. Woher diese Rechnungen stammen weiß ich nicht. Ist mir auch egal! Überstunden soll ich auch ausbezahlen die er geleistet hat! Ich weiß aber nicht wann und wo. Bei mir nicht und angeordnet habe ich auch keine. Die Aufzeichnungen sind mir auch gänzlich unbekannt.

Lehrbrief kann er bis heute keine vorweisen, aber ich darf mir von der AK sagen lassen, dass ich ihn unterbezahlt habe. Naja Facharbeiterentlohnung ohne Ausbildung?

Ich habe mich an die WKO, meine Interessensvertretung gewandt. Bin gespannt ob mir jemand zur Seite gestellt wird. Immerhin zahle ich ja ein. Und gar nicht wenig wohl gemerkt. Wir werden sehen.

 

Die Spannung wurde mir zwei Tage später genommen. Ja auch die Interessensvertretung der WKO ist kostenlos. Ein Jurist der Kammer wurde mir vorgeschlagen. Dem habe ich per Mail den Hergang geschildert. Er rief mich darauf hin an und forderte Unterlagen nach welche ich ihm zuschickte.

Auch mein Steuerberater rief mich relativ rasch an als ich ihm das ganze mitteilte und forderte die Schreiben meines Mitarbeiters und jenes der AK.

Jetzt heißt es wieder warten. Bin gespannt wie es weitergeht.

 

Das wäre wirklich ein Witz, wenn der damit durchkommt.

 

Und ja mittlerweile weiß ich er kommt damit durch. Die Arbeiterkammer hat einfach Klage eingereicht. Es kam zu einem Vergleich und ich darf 500 Euro brutto zzg. Dienstgeberabgabe und Auflösungsabgabe zahlen denn aus der Kündigung wird eine einvernehmliche Auflösung. Gefordert wurden übrigens von der AK 1750 Euro brutto.

Leider ist die Interessenvertretung der Arbeitgeber viel zu schwach in diesen Belangen.

Ich bedaure zu tiefst wozu die AK verkommen ist und verurteile das Vorgehen auf das gröbste. Es ist einfach nur schändlich einen offensichtlich schuldigen Arbeitnehmer zu vertreten und von jener Personengruppe die die AK zahlt dann auch noch Geld zu erpressen! Denn bezahlt wird die AK aus den Mitgliedsbeiträgen der Arbeiter und Angestellten. Diese sind ein Lohnbestandteil und Lohn gibt es nur wenn es einen Job gibt. Ergo zahlt der Unternehmer die AK.

Bedauerlich ist auch das schwache Vorgehen der WKO in diesen Belangen.

Liebe AK, ich habe daraus gelernt und werde nie wieder einen Arbeiter bei mir anstellen. Ich hoffe das ist es was sie damit bezwecken wollen. Aber vielleicht fällt ihnen ja noch was ein wie sie mich erpressen können damit ich Arbeiter anstellen muss die ich womöglich gar nicht brauche. Fakt ist, dass sie wert AK mit ihrem Vorgehen dafür gesorgt haben das ich keine Arbeitsplätze mehr schaffen werde ich habe mein Lehrgeld bezahlt. Besten dank es lebe das AMS!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

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