Die Angleichung von Arbeitern und Angestellten, die steigenden Wirtschaftszahlen, die Elefantenrunde und die Nationalratswahl.

Am 12.10.2017 fand die letzte Runde aller Spitzenkandidaten bei der Nationalrastwahl statt. Am Ende dieser Runde gab es die sogenannten Kernaussagen. Eine Aussage, die das Kernthema jeder Partei definieren sollte. Die Antworten vielen durchwegs erwartungsgemäß aus.

Für Strolz von den Neos war das Hauptthema die Bildung. Ein durchaus wichtiges Thema, wenn man bedenkt, wie miserabel unser Bildungssystem geworden ist. Eine sinnbefreite Zentralmatura aber auch zu wenige Betreuungsplätze und die Reduktion der fachbezogenen Fächer in den Berufsbildenden Schulen sind zu einem Witz in unserem Bildungssystem geworden.

Für Lunacek, wenig erstaunlich, steht das Klima im Vordergrund. Dass jedoch ein Tanker am Ozean wesentlich mehr Ausstöße verursacht pro Überfahrt als alle Autos gemeinsam in Österreich spielt keine Rolle. Der Vorstoß auf Elektroautos umzusteigen ist ein toller Vorstoß wie ich finde. Wer genau zahlt mir den Wertverlust meines Diesel-PKW? Sie Frau Lunacek? Was machen wir mit all den LKW’s und Firmen-Klein Lkw´s? Worauf sollen die umsteigen? Wie erzeugen wir den Strom? Die Flächen für Solarenergie haben wir in Österreich nicht. Ganz abgesehen von den E- Tankstellen. Die Grünen haben sich mit Ihren internen Zankereien und den damit verbundenen Führungswechsel ins Aus geschossen. Mit versuchspopulistischen Bioaussagen wird ein Weiterkommen wohl auch nichts werden. Wirtschaftsschädigend und undurchdacht ist meine Ansage dazu.

Strache`s Hauptthema war natürlich die Zuwanderung. Zuwanderung stoppen und Islamisierung verhindern. Gut auch nichts Neues mehr. Radikaler Islamismus hat wie jede andere radikale Form einer Religion in einem westlichen Land wie Österreich nichts verloren. Das finde ich durchaus richtig. Hier hätte unsere Bundesregierung bereits viel früher gegenlenken müssen. Zu lange wurden die islamischen Kindergärten und Kultusgemeinden in Österreich mit Steuergeldern kontrolliert und gefördert. Nun bekommt man die Rechnung endgültig präsentiert. Jetzt wird es schwierig werden, denn die hochgepriesene Integration ist fehlgeschlagen und es kam zu Gethobildungen. Subkulturen haben sich gebildet denen man auf Grund der kulturellen Unterschiede im eigenen Land nicht mehr Herr wird. Natürlich könnte man hier die Meinung unseres Bundespräsidenten vertreten und sich anpassen. Die Sprache lernen und ein Kopftuch tragen. Zuwanderung stoppen bedeutet aber auch, dass überhaupt niemand mehr kommt. Die Fachkräfte in Österreich fehlen bereits erheblich im Arbeitersektor. Eventuell sollte man sich hier mit den Neos zusammentun. Bildung für die Immigranten oder noch besser Ausbildung müsste es heißen! Unser Regierungssystem macht uns klar, dass wir ohne höhere Schulbildung nichts wert sind. Dabei wird diese Bildung immer schlechter und die Jobs in der Arbeiterklasse fehlen.

 

Sebastian Kurz verhielt sich wieder einmal sehr diplomatisch und schloss sich prinzipiell allen Meinungen indirekt an. Seine Kernaussage lautet dann aber doch, „sichern des Sozialsystems“ Eine gute Idee. Immerhin haben alle in Pension befindlichen aber auch alle Österreicher die schon mal gearbeitet haben in den Sozialtopf eingezahlt und sollen auch etwas davon haben. Wir haben aber jetzt schon eine Mehrklassenmedizin und auch Defizite in der Mindestsicherung. Wie kann es sonst sein, dass die Mindestpensionen für Personen die 45 Beitragsjahre haben geringer sind als die Mindestsicherung? Zuwandere ohne Ausbildung und im derzeitigen System auch ohne Ausbildungsperspektive bekommen sofort Sozialleistungen. Die stößt bei den Österreichern auf Unmut und Unverständnis. Nicht, dass es bei den Österreichern keine schwarzen Schafe gibt. Aber ein Faktum an sich. Hier gehört angesetzt. Die Wirtschaft ist zu fördern und Jobs zu schaffen. Was wiederum nur Sinn macht, wenn sinnvoll integriert wird, Ausbildungen vermittelt werden, die Sprachbarriere durchbrochen wird und diese Personengruppe auch arbeiten möchte.

Kanzler Kern steht für die wirtschaftliche Trendwende. Er beteuert, dass Österreichs Wirtschaftswachstum wieder an der Spitze der Euroländer steht. Ja das mag sein, dennoch sind 1,8% (Quelle: http://wko.at/statistik/prognose/prognose.pdf) kein Resümee, sondern eher eine Schande. Übrigens leisten immer mehr ausländische Fachfirmen in Österreich dazu ihren Beitrag. Liegt eventuell an den fehlenden Arbeitskräften. Wobei Arbeitskräfte wären ja da nur sind die Einheimischen sich zu gut dazu körperliche Arbeit zu verrichten und die ausländischen Zugewanderten nicht entsprechend qualifiziert. Übrigens die höchst qualifizierten Zuwandere gibt es in Deutschland! Kein Scherz! Merkl hat sich die erste Welle der Flüchtlinge „geholt“. Das sind jene mit entsprechender Bildung und Ausbildung aber auch meist gutem finanziellen Hintergrund. Die Klugen verlassen das sinkende Schiff zuerst und nehmen die Rettungsboote. So war es immer. Begleitet nur von den Reichen! Grundsätzlich wäre das doch ein Thema der ÖVP. Die sollte doch traditionell und tendenziell für die Unternehmer stehen. Der Wunsch von Kern oder seine „Kernaussage“ ist neben dem Nachplappern der oben genannten Themen die Vollbeschäftigung. Ein Ding der Unmöglichkeit mit der derzeitigen Wirtschaftsstruktur und Beschäftigtenpolitik in Österreich. Gerne hätte er auch die Gleichberechtigung im Job von Mann und Frau noch als zweites Thema genannt. Aber es war nur eines erlaubt. Ein völlig sinnloses Thema. Denn hier kann es nur einen Weg geben. Gleicher Job gleiche Qualifikation, gleiche Erfahrung = gleiches Gehalt. Wer für eine Frauenquote in der Wirtschaft einsteht, ist bei mir ganz falsch, den halte ich für schlichtweg dumm. Dass das nicht funktioniert hat uns die gescheiterte Quote in der Politik gezeigt. Es muss Qualifikationsquote heißen nicht Frauenquote. Wer am geeignetsten ist, soll den Job bekommen.

Nachzulesen oder besser gesagt nachzusehen auf:

http://tvthek.orf.at/profile/Runde-der-Spitzenkandidaten/13887845/Wahl-17-Runde-der-Spitzenkandidaten/13949137

Am meisten frage ich mich aber, warum in den letzten Jahren der Koalition der derzeitigen Regierungsparteien nichts davon umgesetzt wurde. Was hat man denn bis dato für die Bevölkerung getan?

 

Husch Pfusch wurde auch noch schnell am 12.10.2017 durch FPÖ, SPÖ und Grüne die Angleichung von Arbeitern und Angestellten im Parlament beschlossen. Dazu frage ich mich natürlich gleich vorab wurden auch die Sozialpartnerschaften also die Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretungen abgeschafft mit diesem Gesetz, denn die sind ja nun wertlos und unnötig. Nein natürlich nicht, denn die Kosten ja dem Steuerzahler weiter Geld und sichern, nun unnötigen Personal, den Job bis zur Pension.

Welchem geistig umnachteten Vollidioten ist sowas nur eingefallen? Das kann sich nur jemand ausdenken der noch nie in der Wirtschaft auf der Arbeitgeberseite tätig war und somit nicht geeignet ist, meiner subjektiven Meinung nach, ein Land zu regieren!

100% aller Steuern generieren wir Unternehmer. Uns sonst niemand! Schaffen wir keine Jobs zahlt der Angestellte auch keine Steuern. Dennoch sind wir in jeder Hinsicht schlechter gestellt.

In der Baubranche zahle ich dem Arbeiter nicht nur sein Nettogehalt ich zahle ihm auch sein Brutto, den Dienstgeberbeitrag und natürlich die BUAK sowie diverse Pflichtzulagen. Somit kostet ein Mann pro Monat 5000-6000 Euro. Wenn ich den jetzt nicht mehr zum Wochenende kündigen darf sondern 6 Wochen durchziehen muss kostet mich das weitere 9000 Euro, für einen Zeit in der ich ihn nicht brauchen dürfte wenn ich ihn abbauen will. Auch wenn unsere Konjunktur lächerlich steigt und angeblich auch die Arbeitslosenzahlen sinken ist das eine Fehlentwicklung. Die Zahlen, liebe Ökonomen könnt ihr schon wieder zurückschrauben. Die Folge dieses Gesetzes wird deutlich mehr Arbeitslosigkeit sein. Denn viele Firmen werden vorbeugend abbauen und sich Leihkräfte aus dem In- und vor allem Ausland holen. Kein KMU kann sich das leisten und wird sich das leisten. Viel Spaß mit der Arbeitslosenwelle am Bau (inkl. Baunebengewerbe) und in der Saisonarbeit (vor allem Gastronomie!)

Ich habe noch nie in meinem Leben ein derartig undurchdachtes, aber sehr wohl, und das muss ich zugeben, wahlpopulistisches Gesetz gehört! Eine Schande für Österreich und vor allem die österreichische Wirtschaft. Damit ruiniert ihr unser Land endgültig!

 

Auch der WKO Präsident Dr. Christoph Leitl teilt meine Ansichten und Sorgen. Siehe

https://kurier.at/politik/inland/arbeiter-angestellte-wko-chef-christoph-leitl-gegen-angleichung-per-gesetz/291.403.081

 

Aber nicht nur er, sondern ausnahmslos alle Fraktionen in der WKO. Hier muss ich mich der Meinung von Sebastian Kurz und der ÖVP anschließen. Ein Schuss ins eigene Knie das der Wirtschaft das Genick nicht nur brechen wird, sondern muss.

Es wird sich aber nichts ändern solange sich die Unternehmer nicht erheben! Denn wir sind nun mal die kleinste und unwichtige Wählerschicht´. Dabei halten wir alle Macht in Händen. Ein Tag an dem kein Unternehmen Steuern zahlt würde die Wirtschaft des Staates ruinieren.

 

Für mich ist es durchaus verständlich, aber dennoch bedauerlich, dass politische Parteien mit derart populistischen aber in Wahrheit schädigenden Inhalten um die Gunst der Wähler buhlen müssen.

 

Für mich war davon auszugehen, dass dieser Gesetzesvorschlag wieder einmal auf die Konzerne also die Industrie und somit die IV (Industriellenvereinigung) zugeschnitten war. Allerdings schreit dieser Wirtschafsteil zurzeit am meisten auf und befürchtet die größten Einbußen.

Ich selbst sitze seit Jahren in der WKO als Funktionär. Umso erstaunlicher finde ich es, dass dieser gesetzliche Schnellschuss nicht den Sozialpartner vorab zur Einsicht und Stellungnahme vorgelegt wurde. Dieses Gesetz wurde einfach von Beamten für den Nationalrat geschrieben und dort ohne Rücksicht auf Verluste von Personen besprochen, die keine Ahnung, ja nicht einmal eine Vorstellung davon haben, was das bewirkt! 

Ein Richter des Verwaltungsgerichts Wien meinte am 13.10.2017 dazu nur: Das ist eines dieser unüberlegten Schnellschussgesetze die bereits zu reparieren sind bevor sie in Kraft treten. Er hat keine Ahnung wie recht er hat und wie schnell das gehen würde. Denn am Nachmittag desselben Tages ereilte mich bereits ein Schreiben der WKO, in dem bekannt gegeben wurde, dass die Kollektivvertraglichen Regelungen am Bau wohl auch ab Gelten des Gesetzes 2021 weiterhin Bestand haben und somit eine Ausnahme bilden.

 

Der Ausverkauf Österreichs hat nicht begonnen, er ist auch nicht voll im Gange, er neigt sich bereits dem Ende zu. Die Mehrheit der Bevölkerung wird gezielt dumm gehalten. Anders kann ich mir die Mankos in der Bildung nicht erklären. Auch kann ich mir anders nicht erklären warum der Staat versucht die Kinder möglichst früh in die Fänge zu bekommen. Die Karenz ist so ausgelegt, dass ein Elternteil maximal 1 Jahr zuhause bleiben kann, alles anders ist meist nicht finanzierbar für den Normalbürger. Dumme Menschen sind einfacher zu führen. Ein gültiger Grundsatz. Bedauerlich, aber wahr. Die Frage ist nur wie lange kann ein Sozialsystem existieren, wenn gewisse Fähigkeiten fehlen? Grundlegende Fähigkeiten. Ein Land braucht nur einen gewissen Satz an Akademikern. Ist dieser zu groß fehlen die Jobs. Es braucht aber immer ausführendes Personal. Hier ging die Politik in die falsche Richtung. Nun haben wir ungebildete Kräfte aus dem Ausland immigriert und haben niemanden mehr der sie ausbildet. Ein Versagen auf der ganzen Linie der Politik.

Die hoch angepriesene Trendwende nach der Nationalratswahl am 15.10.2017 wird nicht kommen. Es wird sich nichts ändern. Wenn Sie es nicht glauben können lesen sie die oben angeführten Statements der einzelnen Spitzenkandidaten. Alle haben gute Ansätze aber nur eine ausgewogene Mischform kann jetzt noch helfen.

 

Immigration stoppen ja natürlich! Sofort. Aber auch Ausbilden der derzeit vorhandenen Immigranten im Land.

Muslimisierung stoppen. Naja. Muslime gab es immer in Österreich. Die Radikalisierung stoppen, ja das schon. Perspektiven mit Jobs schaffen dann kommt das von selber.

Ausbildung aufwerten. Weg vom Denken nur Akademiker sind gefragt. Hin zu den Handwerksberufen. Ausbildung in den Berufsbildenden Schulen steigern. Aber auch verpflichtende Kindergartenjahre mit Deutschunterricht für alle die dies brauchen!

Ermöglichen, dass sich Kinderkriegen wieder finanziell ausgeht. Es kann nicht sein, dass das Karenzgeld so gering ist, dass man sein Kind mit einem Jahr in die Kinderkrippe geben muss, weil beide Gehälter erforderlich sind.

Gethobildung verhindern und Perspektiven schaffen. 

Leistbaren Wohnraum schaffen. Weg von den Genossenschaften hin zu den Gemeindewohnungen.

Runter mit den Lohnnebenkosten.

Runter mit den Steuern für Unternehmen. Investitionsanreize schaffen. Dan sinkt auch die Belastung für den Arbeitnehmer und die Kaufkraft steigert sich. Was wiederum dem Staatseinkommen zugutekommen würde. Leider haben wir offensichtlich keinen Ökonomen in der Regierung und im Finanzamt die das begreifen. Oder es ist einfach nicht Wahlpopulistisch.

Die österreichische Wirtschaft stärken und entlasten. Nur das kann Arbeitsplätze schaffen und die Arbeitslosenquote senken. Nicht Schönmalerei mit Schulungen etc. Niemand darf sich wundern, wenn Betriebe in Länder mit geringer Abgabenquoten abwandern.

Umstieg auf Elektroautos. Ja sofort, wenn der Preis passt und die Lademöglichkeiten vorhanden sind aber auch wenn der Strom ökologisch erzeugt werden kann. Ich selbst habe ein liegengebliebenes Elektroauto gesehen welches mittels Dieselnotstromaggregat aufgeladen wurde. Wie schlecht nicht der Diesel für die Umwelt ist eine Frechheit von einer Aussage die seines Gleichen sucht. Wurde der Diesel doch noch vor einigen Jahren als saubere Alternative angeboten. Jetzt wo deutlich über 50% der Privat PKW und 100% der Lastkraftwagen Diese sind ist er plötzlich schlecht? Reines Lobbying. Darum kann ich die Grünen auch nicht unterstützen. Die Idee ist ganz gut. Aber an der möglichen Umsetzung hapert es komplett. Die Norweger haben fast nur noch Elektroautos. Jetzt wurde der Verkauf untersagt bis die Infrastruktur für das Laden gegeben ist. Was ist das für ein Vorgangsweise? Die Falsche würde ich wohl sagen.

http://www.manager-magazin.de/politik/europa/oslo-e-auto-vereinigung-raet-vom-kauf-von-elektro-autos-ab-a-1168496.html

Das sind nur einige wenige Punkte die ich für wichtig erachte. Vielleicht habe ich zum Nachdenken anregen können. Es würde mich freuen. Für Fragen und Anregungen stehe ich gern zur Verfügung. Gerne diskutiere ich auch mit Ihnen aber nur wenn sie wissen was eine Diskussion ist und sich an deren Regeln halten. Also gegenzeitiges Überzeugen mittels Argumenten und Beweisen zulassen. Aber was soll man sich erwarten in einem Land in dem man am Ehesten in den Nationalrat mit Vitamin B kommt und nicht durch seien Tätigkeit, Erfahrung oder Ausbildung.

 

Ihr

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