Der Magistrat in Wien

Der Magistrat (lat. magistratus „Behörde“) ist in Österreich die Verwaltungsbehörde einer der 15 Städte mit eigenem Statut. Und ja laut Duden „der magistrat!“

Ich habe einen Kunden, wohlgemerkt einen wirklich guten Kunden. Er zahlt sehr schnell und zuverlässig und es kommen ständig Folgeaufträge. Also ein richtig guter Kunde. Er verlangt aber auch so einiges von mir. Gut damit kann ich in dieser Synergie leben.

Am 6.9.2017 zitierte mich mein Kunde zu einem seiner Zinshäuser in Wien. Ein Haus bei dem ich schon öfters tätig war unter anderem als Gutachter. Das Haus soll auch ausgebaut und verkauft werden. Er meinte, es handelt sich um einen Behördentermin. Somit ging ich davon aus, dass es sich um meine Leistungen oder eben um den eingereichten Ausbau handeln würde. Dem war aber nicht so.

Offensichtlich gab es einen offenen Bescheid aus 2013 der nicht vollständig erfüllt war. Ich wurde also als Fachmann seitens des Eigentümers hinzugezogen. In der Folge erstellte ich ein Angebot am 11.9.2017 nachdem ich sämtliche Preise eingeholt hatte.

Ja dann ging es los. Denn die MA37 sprach am 6.9.2017 aus, dass binnen 2 Wochen also bis zum 20.9.2017 die Punkte abzuhandeln sprich zu sanieren sind und dies schriftlich der Behörde anzuzeigen ist. Bei den Sanierungen handelt es sich allerdings auch um Arbeiten am Gesimse Straßenseitig. Als fachkundige Person wende ich mich also telefonisch an die MA46 um die Benutzung öffentlichen Gutes zu erwirken. Diese teilte mir mit, dass das nicht so schnell geht und ich 4 – 6 Wochen auf einen Bescheid warten müsse. Ich teilte die Auflagen der MA37, wohlgemerkt in derselben Stadt und selben Bürgermeister untergeben, mit. Zwecklos. Aber die MA46 verwies mich an die Polizei Koppstraße. Dort rief ich an schilderte die Situation. Daraufhin teilte mir der ausgesprochen angehende Polizist mit, dass die Behörden nicht vernetzt sind und was er von Ihnen halte.

Wobei ich hier noch etwas weiter ausholen muss, denn ich wurde zuerst von einer Polizeistelle zur nächsten vermittelt und dann intern noch vermittelt da niemand so wirklich Bescheid wusste, wer eigentlich für mein Anliegen zuständig ist. Schlussendlich kam ich zu einem Beamten der sich sofort auskannte. Der schickte auch einen Streifenwagen los und der Beamte im Auto rief mich auch an. Es sei keine Gefahr in Verzug und somit gibt es keinen Dringlichkeitsbescheid. Aber es war bereits vor 4 Woche Gefahr in Verzug und die Feuerwehr musste das regeln.

Ich solle mich doch an die MA37 wenden und dies mitteilen was mir die Polizei und die MA46 gesagt haben.

Das habe ich heute auch noch schriftlich gemacht und habe unter Verweis auf die Dringlichkeit auch gleich auf Antwort gepocht. Bin gespannt wann Antwort kommt.

Sicherheitshalber habe ich den Dienstweg eingehalten und Antrag auf dem Schneckenweg gestellt.

 

Jetzt habe ich das Problem das mit meinem Kunden und auch der Hausverwaltung noch zu klären. Zum Glück habe ich vieles schriftlich sonst würde mir das am Ende niemand glauben.

Das ist jedoch der Amtsweg in Wien. Keine Vernetzung, jeder Magistrat kocht sein eigenes Süppchen und der Kunde fällt im Notfall durch den Rost. Bedauerlich wie ich finde. Denn ich bin mir sicher mein Kunde wird eine Strafe bekommen, wenn ich keine Möglichkeit finde die Situation zu beschleunigen.

Ein Hoch auf den Amtsschimmel.

 

Aber: Anmerken muss ich auch, dass es dann doch ging. Frech und unverschämt habe ich beide Magistrate immer wieder angeschrieben und den anderen Magistrat in CC gesetzt. In diesem Anschreiben habe ich immer wieder die Forderungen des anderen sowie die Vorgabezeiten angeführt. Geredet haben die beiden immer noch nicht mietender aber meine Bewilligung kam dann doch etwas früher als die kolportierten 4 – 6 Wochen.

 

Geht ja.

 

Ihre

 

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