BUAK die 3te

Aus erster Hand habe ich am 20.9.2017 erfahren, dass die BUAK heute ein renommiertes gut gehendes Bauunternehmen im Burgenland aufgesucht hat. Grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.

Zur Firma: Dies Firma gibt es seit rund 15 Jahren. Sie ist im Besitz und der alleinigen Geschäftsführung von zwei Brüdern welche beide Baumeister sind. Die Brüder, Österreicher / burgenländischer Abstammung haben es weit gebracht in den 15 Jahren ihres Schaffens. Sie haben in der Zeit auch Ableger im Immobilienbereich gegründet.  Alle Firmen für sich alleine betrachtet befinden sich ebenfalls zu 100 % im Besitz der Brüder mit unterschiedlichen Anteilen und in der Geschäftsführung der Brüder wohl gemerkt.

Die Brüder verfügen über ein ordentliches Büro mit Angestellten, einen gewaltigen Lagerplatz mit Stoffen und Geräten, einen beachtenswerten Mitarbeiterstand, und über eine Flotte an stetig erneuerten Kraftfahrzeugen verfügt. Abgaben werden nachweislich pünktlich und vollständig bezahlt. Die Konten sind voll, das Immobiliarvermögen wächst, die Gewinne sind stattlich.

Genau zu dieser Firma kam die BUAK heute und wollte überprüfen ob es sich nicht eventuell um eine Scheinfirma handelt. Na gut, von außen sieht man schon mal das mächtige Büro samt Lagerplatz und Lagerhalle. Abgesehen davon ist die Firma in der HFU Liste und das nicht erst seit heute. Auch sind Arbeiter in der Firma gemeldet und die BUAK bekommt die entsprechenden Meldungen sowie die AI Meldungen, wenn eine Baustelle dies erfordert.

Dennoch hatte die, unangekündigt erschiene Dame der BUAK die Frechheit zu behaupten es könnte sich um eine Scheinfirma handeln. Auf die Frage warum sie sich nicht angekündigt hat meinte sie keck, ihr Chef habe gesagt sie müsse dies nicht. Sie wolle jetzt die Buchhaltung prüfen und natürlich die Lohnbestätigungen.

Richtigerweise, wie ich finde, hat der nette Angestellte im Büro nichts rausgerückt und einen der Chefs gerufen. Der kam dann auch und komplimentierte die Dame mit oben genannten Argumenten hinaus.

Man stelle sich bitte vor, dass die BUAK doch allen Ernstes behaupte eine seit Jahren bestehende Firma mit zig Angestellten und Arbeitern ist eine Scheinfirma. Die BUAK weiß, dass Abgaben pünktlich und in voller Höhe bezahlt werden. Alle Zahlungen über Konten laufen und Aufträge über Leistungen erbracht werden. Dennoch wurde gezielt diese Firma ausgewählt.

Ich behaupte, einfach nur aus dem Grund, weil diese Firma in österreichischer akademischer Hand ist und somit davon auszugehen ist, dass alle Unterlagen geordnet bereitliegen. Bei dem schlechten Wetter hätte sich die Dame wohl erwartet, sich in ein beheiztes schönes Büro setzen zu können und dort gemütlich bei einem Kaffee in Unterlagen blättern zu können! Da ist sie aber an den Falschen geraten. Der Weg dorthin ist weit und somit wäre der Tag bereits gelaufen.

Die BUAK soll die schwarzen Schafe in Wien prüfen. Firmen die ihre Kompetenzen überschreiten, die nicht HFU gelistet sind. Firmen die ständig von der Baupolizei geprüft werden und die keinerlei Auflagen und Gesetze in Bezug auf Bau und Personal einhalten. Aber bei denen ist meist nichts zu holen, der Geschäftsführer der deutschen Sprache nicht mächtig und das Kellerbüro das nichts hergibt taugt auch nicht und Kaffee gibt es auch keinen.

Ich bleibe bei meinem Standpunkt. Die BUAK hat ihr Ziel verfehlt und zwar gewaltig. Diese Institution ist ein aufgeblasener Verein der der österreichischen Wirtschaft nur schadet. Unser Gesetzgeber ist hier dringend genötigt die Notbremse zu ziehen. Zu viele Kosten für zu viel Bürokratie und Schikane. Aber eben nur bei denen bei denen es leicht geht.

 

 

Von einem weiteren Erlebnis muss ich in diesem Zusammenhang auch noch berichten. Man stelle sich vor, die BUAK mahnt mich, weil ich nicht bezahlt habe. Ich schicke einen Kontoauszug auf dem ersichtlich ist, dass ich jenen Betrag fristgerecht in voller Höhe einbezahlt habe. Kurz darauf mahnt man mich erneut, weil nicht ersichtlich ist auf welches Konto bei der BUAK ich eingezahlt habe. Man fordert mich auch auf dies nachzuweisen. Ich rufe bei der Bank an, hole mir diesen Auszug für den ich zahlen darf, schick diesen an die BUAK und bekomme zur Antwort, wo ich denn diese Kontonummer her habe die gehört zwar der BUAK steht aber nirgendwo drauf. Genau darum habe ich auch dahin überwiesen. Nett war keiner weder die Dame am Telefon noch jene namenlose Person mit der ich schriftlich kommunizieren durfte. Nett! Liegt eventuell an meinem netten Brief den ich geschickt habe. Reine Schikane sonst nichts!

 

 

Übrigens haben wir nun seit 1.9. keine Mitarbeiter mehr und am 4.10.2017 haben wir endlich einen Platz in einer BUAK Schulung bekommen. Da bereits bezahlt war eine Mitarbeiterin von mir auch dort anwesend. Der Kurs war voller Steuerberater nur drei Personen aus einem Baubüro waren anwesend.

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gretka (Samstag, 26 Mai 2018 11:23)

    Vor Allem ein dickes Dankeschön für Ihren Artikel.
    Es gibt leider nur ganz wenige Leute in Österreich, die den Mut haben sich kritisch über die suspekte Organisation, die meiner Meinung nach, stalinistisch geprägt ist, zu äußern. Wir gehören auch zu den Beschädigten. Liegen seit ca 5 Jahren im Clinch mit der BUAK, sind sogar vor Landesverwaltungsgericht gelandet.
    Wie man vermuten kann - ohne Erfolg.
    Diese nicht transparent arbeitende Institution hat Nichts in einem demokratischen Land wie Österreich zu suchen. Leider, wird es zu wenig darüber gesprochen. Die meisten Österreicher wissen nicht einmal dass es so eine Institution gibt. Persönlich kenne ich sogar Architekten (aus der Branche also, könnte man meinen), für die die Existenz dieser Institution nicht bekannt ist. Ich kenne auch Juristen, die fragen, wozu braucht man einen Dritten um einem Mitarbeiter Urlaub auszubezahlen?
    Vielleicht sollen wir alle, die mit der BUAK Diskriminierung der Baubranche verbinden, eine Initiative, Bewegung o.Ä gründen, um sich dagegen wehren zu können?
    Meiner Meinung nach ist gerade die BUAK dafür verantwortlich, dass es viele schwarze Schaffe am Bau gibt.
    Welche kleine Baufirma kann sich leisten, Kosten für Urlaub in Höhe von 10.000,00 € und mehr, für einen einfachen Arbeiter zu tragen? Bei dem Prinzip, dass der billigste gewinnt (auch bei öffentlichen Ausschreibungen) - wohl keine.
    Die BUAK darf aber im Geld schwimmen:
    https://kurier.at/wirtschaft/neos-bauarbeiter-kasse-schwimmt-im-geld/253.462.066

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