Datenschutz und Newsletter

Immer mehr Unternehmen greifen auf soziale Medien zurück um Werbung für sich zu machen und neue Kunden zu akquirieren. Das ist jedoch nicht ganz ungefährlich für Neueinsteiger welche dies auf eigene Faust versuchen. Es gibt umfangreiche Gesetze, die Konsumenten und damit meint der Gesetzgeber alle die einen Newsletter empfangen, die sich auf einer Homepage oder einem Blog aber auch auf Facebookseiten von Firmen herumtreiben. Auch wenn sie nichts kaufen oder nicht einmal die Kaufabsicht haben.

Ein Impressum schützt da übrigens auch nicht, wie viele glauben oder ein einfacher Haftungsausschluss. Wichtig ist, dass auf die Datenschutzbestimmungen hingewiesen wird. Darauf, dass z.B. die Software im Hintergrund anonymisiert Daten sammelt und statistisch auswertet. Oder aber auch das Google Analytics im Hintergrund läuft und diesen Job übernimmt. Ich empfehle diese Informationen auf allen Newsletter aber auch allen Intranetseiten deutlich darzustellen. Im Impressum ist es auch möglich. Es dürfen jedoch nicht mehr als 2 Klicks notwendig sein um dort hinzukommen.

Es hat wenig Sinn hier Urteile anzuführen. Diese sind frei zugänglich und können im Internet recherchiert werden. Nicht darauf verzichten und immer die Personendaten angeben sowie die Firmendaten. Aber Achtung, immer auf die korrekte Schreibweise achten. Hierzu gibt es übrigens ausgezeichnete Literatur. Schaden kann es auch nicht, sich für den Erstgebrauch eines Juristen zu bedienen. Der kostet zwar Geld ist aber billiger als nachher eine Strafe zu bekommen. Übrigens bietet auch die WKO kostenlos für Mitglieder Juristen zur Beratung an. Weiter gibt es auf der Homepage der WKO wichtige Informationen zum Thema Datenschutz und Newsletter. Die Informationen sind laut WKO übrigens auch immer aktuell. Ich empfehle die Links daher in die Homepage / den Blog einzubinden und in Newslettern darauf zu verweisen bzw. vom Newsletter auf den Link im eignen Blog / Homepage zu verweisen.

Mehr Infos zum Thema Datenschutz finden Sie unter https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/datenschutz.html

Weitere Informationen zum Thema Newsletter finden Sie unter https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/E-Mails_versenden_-_aber_richtig.html

 

Diese Informationen gelten übrigens auch für Massenmails. Mehr als 50 Empfänger ist ein Massenmail oder eben Newsletter auch wenn dieser personalisiert wurde. Dies führt dazu, dass die volle Härte des Gesetzes greift.

Vorsicht übrigens auch bei der Beschaffung von Mailadressen! Es ist nicht erlaubt einfach Mailadressen zu sammeln und diesen Leuten unaufgefordert etwas zu schicken. Dies gilt übrigens auch dann, wenn es sich um ein Mail handelt welches nur an diesen einen Adressaten gerichtet ist. Der Empfänger hat das Recht sie im Zuge des § 107 TKG (Telekommunikationsgesetz) – unerbetener Anruf / Mail / Fax – eine Unterlassung zu fordern und Ihnen für diesen Aufwand eine Honorarnote zu stellen. Geht übrigens durch habe ich selbst bereits ausprobiert. Der Empfänger meiner Honorarnote hat sich bei der WKO beschwert, die ihm jedoch bestätigt hat, dass er zahlen muss!

Sinngemäß wie oben angedeutet gilt dies für Newsletter, Mails, Faxe und Anrufe. Es ist also nur möglich Erstkontakt per Post, also per Brief aufzunehmen. Es sei denn, sie wollen dort etwas bestellen und das Gegenüber ist eine Firma.

In Bezug auf Empfänger von Newsletter würde ich vorschlagen, dass Sie vorab erst einmal alle Adressen aus Ihrem täglichen Geschäftsgebrauch in den Verteiler aufnehmen. Laut WKO ist dies ja zulässig. (Sieh Link oben). Weiter können Sie in allen Ihren Schriftstücken, auch den elektronischen, auf den Newsletter hinweisen. Einfach auf alle Rechnungen und Angebote zu schreiben, sie erhalten ab sofort unseren Newsletter, da wir nun in Geschäftskontakt stehen, halte ich für rechtlich problematisch. Einfach einen Link zur Anmeldung angeben würde ich als zielführender empfinden. 

Wenn sie noch keine Homepage haben, dann würde ich Ihnen empfehlen auch keine zu machen! Machen Sie gleich einen Blog. Software gibt es gratis z.B. unter www.jimdo.com. Dies hat den Vorteil, dass ein Blog von Google eher wahr genommen wird als eine Homepage. Da ein Blog sich verändert und eine Homepage eher starr ist. Google sammelt diese Informationen und erzeugt auf Grund des „Feed“ eine bessere „Seo“ als bei starren Seiten. Sprich die Reihung wird automatisch besser. Übrigens WordPress ist wie Jimdo nur, dass es Google gehört. Die Reihung wird eventuell damit auch besser.  

Haben Sie eine Homepage dann bauen Sie diese um oder erweitern Sie diese um einen Blog. Wenn Sie sowieso vorhaben Online Marketing zu betreiben und einen Newsletter zu kreieren, dann brauchen Sie auch Inhalte für diese Newsletter und haben somit automatisch auch Texte die Sie auf Ihrem Blog online stellen können.

Ja WordPress gehört zu Google. Somit werden hier Daten ausgetauscht und wechselseitig gesammelt. Auch deshalb sollten Sie bereits auf Datenschutzrichtlinien verweisen. Lesen Sie auch die Datenschutzbestimmungen Ihrer Software- und Provideranbieter. Hier kann es sein, dass Sie Daten sammeln und erlauben, dass diese Daten von Ihren Anbietern weitergegeben werden und sie merken, dass in Nachhinein gar nicht mehr.

Übrigens ist man auch, wenn man Webseiten, Blogs und Newsletter von Firmen erstellen lässt nicht automatisch rechtlich abgesichert! Denn die meisten Webdesigner sind Designer und Programmierer aber keine Juristen.

Sollten Sie mit Links auf anderer Seiten auf Ihrer Seite oder auch in Ihrem Newsletter arbeiten, sind auch hier die Datenschutzrichtlinien einzuhalten. Sie haben sich zu vergewissern, dass der Drittanbieter keine Daten sammelt. Hier würde ich empfehlen zu schreiben: „Trotz wiederkehrender Prüfung der Datenschutzbestimmungen unserer Drittanbieter können wir nicht gewähren, dass der Datenschutz von Drittanbietern mit unseren Richtlinien übereinstimmt.“ Ob es hält weiß ich nicht. Aber besser als nichts.

 

Viel Spaß und viel Erfolg wünscht:

 

DI Robert Peterlik GmbH

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