Beamtengehälter mal anders betrachtet

 

Heute erlaube ich mir ein Beamtengehalt einmal aus der Sicht eines Unternehmers zu betrachten.

 

Dazu muss ich etwas ausholen.

 

Wer zählt aller zu dem Begriff Beamte und was sind die Pflichten und Aufgaben der Unternehmer.

 

Ich stelle hiermit folgende These in den Raum und werde diese im Anschluss noch erläutern:

 

 

 

100 % aller Gehälter werden durch Unternehmer generiert!

 

 

 

Ja! Sie haben richtig gelesen. Jetzt könnte man sagen, dass Angestellte und Arbeiter durch deren Leistung selbst Gehälter generieren. Ich als Unternehmer sehe dies etwas anders. Ich bin der Meinung, dass sich ein Mitarbeiter durch seine Leistungen im Unternehmen selbst erhalten können muss. Also, wenn jene produktiven Leistungen die er im Monat, und die damit verbundene Rechnungslegungsmöglichkeit, jenen Wert überschreiten, welche die Kosten des Mitarbeiters für den Arbeitgeber darstellen. Damit meine ich nicht das Bruttogehalt, sondern die tatsächlichen Aufwendungen die ein Chef zu tragen hat. Arbeitgeberbetrag brutto und netto sowie Sonderzahlungen und sonstige Ausgaben wie Kosten für Dienstwagen, EDV, etc.

 

Vielen Arbeitnehmer ist es nicht bewusst, was Sie tatsächlich dem Arbeitgeber kosten. Aus irgendeinem Grund ist es in Österreich immer noch verpönt, auf dem Lohnzettel die tatsächlichen Kosten anzuführen. Eventuell würde dies jedoch zu einem Umdenken in der Gesellschaft der Angestellten führen.

 

Spinnt man dieses Rad noch weiter, stellt man fest, dass diese Gehälter welche an die Arbeitnehmer ausbezahlt werden sowie die zugehörigen Nebenkosten in Form von Steuern, jedoch nicht generiert werden können, wenn es keinen Unternehmer und somit kein Unternehmen gibt. Aus diesem Blickwinkel zahlt der Arbeitnehmer keine Steuern. Er bekommt ein Nettogehalt und der Arbeitgeber führt alles ab.

 

Gut, es gibt aber auch noch andere Steuern, jene Steuern welche nicht das Einkommen betreffen. Doch indirekt behaupte ich, dass auch diese durch den Arbeitgeber generiert werden. Denn alle Steuern in Österreich beziehen sich auf Besitz und Vermögen. Beides kann nur angeschafft werden, wenn Einkommen vorhanden ist. So gesehen generiert auch diese Steuern der Unternehmer. 

 

Aber in welcher Form wirkt sich diese nun auf Beamte aus und was ist ein Beamter im Sinne dieses Textes eigentlich.

 

Vorweg, unter einem Beamten verstehe ich alle Personen welche direkt oder indirekt vom Staat ihr Gehalt beziehen. Defacto auch Arbeitslose und Angestellte des öffentlichen Dienstes.

 

Man könnte hier behaupten, dass staatliche Organe wie die Exekutive sich selbst durch Strafeinnahmen oder Bezirkshauptmannschaften durch Gebühren finanzieren. Wobei ich der Ansicht bin, dass diese nur ein geringer Prozentsatz der erforderlichen Aufwendungen dieser Körperschaften ist und der Rest wiederum durch Steuergelder finanziert wird.

 

Aber selbst wenn, dann sind Strafeinnahmen nichts anders als eine Beschneidung von Vermögen der Bürger. Und woher das Vermögen kommt, wurde oben bereist erörtert.

 

Per Definition bezahlen also die Steuerzahler die Beamten im Sinne dieses Textes. Sie bezahlen sie mit Umsatzsteuer (vormals Mehrwertsteuer) Strafzahlungen und Gebühren sowie diversen anderen Steuern und natürlich durch die Lohnabgaben.

 

Jene Lohnangaben welche nur durch das Vorhandensein eines Unternehmers generiert werden.

 

Selbstverständlich zahlt auch der Unternehmer erhebliche Steuern an den Staat, deutlich mehr vom Gewinn, als ihm übrigbleibt. Denn rechnet man vom Gewinn KeSt, KöSt und Sozialversicherung weg, bleibt einem Besitzer einer GmbH noch etwa 28% vom Gewinn übrig! Dass bedeutet von 100 Euro Gewinn, von dem schon 20% Umsatzsteuer abgezogen wurde, also eigentlich 120 Euro Gewinn, gehen 72 Euro an den Staat und beim Unternehmer bleiben rund 28 Euro! Geht er mit diesem einkaufen, darf er nochmals davon 20% an Umsatzeuer an den Staat abdrücken. Dies gilt natürlich sinngemäß auch für das Einkaufen mit Gehältern! Legt er es auf die Bank, darf er vom anfallenden Gewinn wiederum 25% Steuern bezahlen. Sofern zurzeit ein Zinsgewinn zu lukrieren ist. Die kalte Progression und die Inflation spreche ich hier noch gar nicht an.

 

Betrachtet man die Beamten somit vom Standpunkt der Unternehmer aus, ist klar, dass deren Gehälter nur durch Unternehmer finanziert werden und zwar zu 100%! Umso erschreckender ist der Umgang von Beamten mit den Unternehmern. Anstatt ein natürliches Maß an Verständnis und Dankbarkeit zu zeigen, sind meist Schikanen der Fall. Ewige Wartezeiten und herablassendes Verhalten sind Usus!

 

Liebe Unternehmer erhebt euch!!

 

Es mag sein, dass wir die kleinste Wählergruppe sind und daher die Politik uns die höchsten Hürden auferlegt. Aber wir sind auch die mächtigste Wählergruppe. Stellen Sie sich vor, wir würden 1 Monat lang keine Lohnabgaben an den Staat überweisen. Oder ein Monat lang kein Umsatzsteuer anführen. Geht man von 25 Milliarden Euro Umsatzsteuer im Jahr aus, wäre dies ein Steuerentgang von rund 2,1 Milliarden Euro.

 

Eventuell würden dann nicht nur die Finanzbeamten einmal wach werden sondern auch die Politiker!

 

Stichwort Politiker: Auch diese werden lediglich durch Steuergelder finanziert und fallen somit selbstverständlich ebenfalls in den Begriff Beamte.

 

Das österreichische Steuersystem hat ein Ausgabenproblem welches die Unternehmer nicht mehr lange tragen werden können und auch nicht wollen. Indirekt haben die Politiker auch einen Weg bereitgelegt Steuern massiv und legal zu hinterziehen. Ich denke dabei an die EU und deren Grundrechte. Niemand darf einem Unternehmer böse sein, der sich im Ausland, mit Steuervorteilen, ein Unternehmen aufbaut und damit in Österreich arbeitet. Der Staat zwingt jeden Unternehmer dazu! 

 

Zurück zum Thema. Fakt ist, dass die österreichischen Beamten ein Relikt sind und Ihre Macht lediglich auf Falschannahmen von Bürgern beruht. Bin gespannt, ob sich diesbezüglich auch einmal etwas ändern wird. Ob sich, wenn nicht die Bürger, zumindest die Unternehmer, einmal erheben werden und mobil machen. Doch mit der fetten aufgeblasenen Interessensvertretung, welche über gigantische Rücklagen aus Beiträgen (Unternehmerzwangsabgaben und somit Steuern) verfügt wird das wohl nichts werden. Auch wenn Präsident Leitl vor kurzem Reformen angekündigt hat, welche Entlastungen für Unternehmer bedeuten sollen. Komisch, ich dachte Zwangsabgaben sind laut EU sowieso verboten.

 

Ein bedauerlich krankes System welches hier zu Lasten der Unternehmer in Österreich aufgebaut wurde. Ein System welches zum Scheitern verurteilt ist. Jedoch nur zu Lasten der Unternehmer. Denn wird das Steuergeld knapp, werden die Steuern angehoben. So lange, bis es sich Firmen nicht mehr leisten können und eingehen. Doch das ist der falsche Weg von Systemerhaltern. Nur Steuersenkungen können zu Investitionen führen und somit wieder neue Steuern generieren.

 

Abschließend sei angemerkt, dass es heute nahezu doppelt so viele Beamte in Österreich gibt als zu Habsburgers Zeiten. Komisch, war das Reich doch damals ein gigantisches Weltreich und gab es damals weder Telefon noch Internet. Aber funktioniert hat es damals dennoch!

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen 

DI Robert Peterlik GmbH

Kommentar schreiben

Kommentare: 0
Hier klicken um anzurufen


DI Robert Peterlik GmbH   

7201 Neudörfl, Hauptstrasse 18

Tel./Fax: +43 2622 77325 | office@perodast.at

FB: www.facebook.com/baumeister.peterlik  | Twitter: @RobertPeterlik  | Skype: r.peterlik | Instagram: robert_peterlik 

Ältere Blogbeiträge können Sie auf FB nachlesen oder auf Amazon sowie im Shop als E-Book bestellen.


So findet man uns


Jetzt neu! Das Buch zum Nachlesen

Was Sie als Bauherr wissen sollten!

Die gesammelten Werke 2016

des Blog von Baumeister Peterlik

Die gesammelten Werke 2017

des Blog von Baumeister Peterlik