Mut und Unternehmertum in der EU

 

In unserer Gesellschaft gilt „Mut“ als vernachlässigbare Eigenschaft. Ein Attribut welches nicht als Synonym für das wirtschaftliche Vorankommen  gewertet wird. Zumindest wenn es nach unserer aktuellen Politik und der damit einhergehenden stetig schwächer werdenden Schuldbildung geht. Denn wirtschaftliche Bildung bedeutet ja finanzielle Intelligenz und das will unsere Staatsführung um jeden Preis unterbinden. Somit ist der minimale Anteil dieser Art von Bildung bereits seit langem aus unseren heimischen Lehrplänen verschwunden. Haltet das Volk dumm dann folgt es euch und wählt euch weiterhin egal was ihr tut, scheint die Devise zu sein.

 

Doch ohne Mut gibt es wirtschaftlichen Stillstand und wirtschaftlicher Stillstand führt immer auch zu politischem Stillstand der nur temporär mit Erhöhung der Steuern für Unternehmer abgefedert werden kann. Was wiederum zu einem Schrumpfen der Investitionen der bestehenden Unternehmen und zu einem Rückgang der Neugründungen führt. Offensichtlich hat die Politik noch nicht begriffen, dass die kleines Wählerschicht, die Unternehmer, die wichtigste Wählerschaft sind. Denn auch wenn der Staat durch sein Beamtentum Arbeitsplätze schafft, ist dies nur möglich, solange Firmen da sind die in den Sozialpott einbezahlen und Arbeitsplätze schaffen welche wiederum Gehälter bedeuten und ebenfalls in den Sozialtopf einbezahlen. Erst wenn die Führungsriege unserer Politik dies begreift, wird es zu einem Aufschwung der schrumpfenden österreichischen Wirtschaft kommen und somit zu neuen Arbeitsplätzen. Aber seien wir uns doch mal ehrlich, was soll man von Politikern erwarten, welche niemals in der Privatwirtschaft angestellt waren geschweige denn jemals Gehälter zahlen mussten.

 

Im Grunde diktieren Politiker ohne wirtschaftliche Erfahrung den Unternehmen die Vorgangsweise wie sie tätig zu sein haben. Die EU und deren verlängerter Arm, die nationalen Parlamente, wollen einen Einheitsbrei von Unternehmen. Ausgenommen sind natürlich ein paar große Konzerne und staatsnahe Betriebe. Ein Einheitsbrei an Unternehmen kurbelt aber die Wirtschaft nicht an sondern erinnert eher an den Kommunismus. Und wenn der Kommunismus nicht funktioniert wird dieser, unter Angabe von fadenscheinigen Gründen, schnell zur Diktatur. Eine Tatsache, welche die Geschichte oft schon gezeigt hat. Andererseits, wenn man ein politisches System angelehnt an Kommunismus oder gar Diktatur, so etabliert, dass es schleichend kommt und die Bevölkerung erst damit konfrontiert wird wenn es zu spät ist, hat eine kleine Elite nicht nur die Bundeswirtschaft in der Hand sondern auch die Bundespolitik und die komplette Bevölkerung. Das Gegenteil von Demokratie, der Entscheidung der Mehrheit, tritt ein. Eine paar wenige steuern alle und alles. Ein Prinzip welches zurzeit in der EU erprobt wird und teilweise bereits angewendet wird. Siehe Enteignung der Sparguthaben in Zypern oder die Tatsache von über 1000 Gesetzen pro Jahr welche die EU den Nationalstaaten also den Mitgliedsstaaten aufzwingt ohne deren nationale Parlamente zu befragen.

 

Apropos Enteignung von Sparguthaben. Wenn Zypern nur ein Testlauf war, dann muss die EU ja hoch zufrieden sein. Sind die Aufstände diesbezüglich doch eher ausgeblieben.

 

Der nächste bereits angekündigte und in Durchführung befindliche Schritt ist die Ausdehnung dieses Phänomens auf ganz Europa. Ich spreche von der Abschaffung des Bargeldes, wie etwa in Griechenland. 70 Euro beträgt das maximale erlaubte Barvermögen je Bürger! Was dies für die Wirtschaft bedeutet wurde entweder nicht berücksichtigt oder als unwesentlich eingestuft.

 

Aber zurück zur Enteignung. Stellen Sie sich einmal vor, eine Firma spart jeden Monat darauf hin, die Abgaben und Gehälter zahlen zu können. Das Bankguthaben reicht aus, doch kurz vor der Anweisung, spätestens am 15ten des Monats, werden plötzlich 10% des Vermögens vom Konto als Strafsteuer eingezogen. Hat die Firma keinen Rahmen ist sie nicht mehr liquide und somit insolvent! Hat Sie einen Rahmen den Sie nutzen kann, muss sie wiederum Zinsen an die Bank für dessen Ausnutzung bezahlen.

 

Ähnlich verhält sich die Sache bei in Ungnade gefallenen Bürgern. Will der Staat oder die Bank einen Menschen, sinngemäß natürlich auch eine Firma, ruinieren, dann wird einfach das Konto gesperrt. Gibt es kein Bargeld mehr kann man nicht einmal mehr schnorren gehen. Man ist mittellos! Der Beginn war Griechenland, gefolgt von Italien und Frankreich. Doch das Ziel sind alle EU Mitgliedsstaaten. Dies ist auch der Grund warum unter falschen Vorwänden, wie der Entkriminalisierung, vorerst einmal der 500 Euro Schein abgeschafft wird. Anderseits, und dies ist in diesem Zusammenhang sehr amüsant, erlaubt die EU, dass die Mitgliedstaaten im Zuge des ESVG2010 den Schwarzgeldumsatz aus Pfusch und Kriminalität schätzen und in das BIB einfließen lassen um das Wirtschaftswachstum zu schönen. In diesem Zusammenhang beißt sich die Katze wohl etwas in den Schwanz, oder werden die Kriminellen und Pfuscher dann alle auf Konten umgestellt und müssen auch 10% Strafsteuer zahlen?

 

Die Abschaffung des Bargeldes durch die EU bedeutet nicht nur einen Eingriff in die Belange eines souveränen Staates sondern auch einen Eingriff in die Privatsphäre jedes einzelnen Bürgers. Es geht dabei der EU und dessen verlängertem Arm dem Nationalstaat, nicht primär darum was sie bis dato schwarz verdient haben oder was sie im SM Shop bis jetzt in bar gezahlt haben mit der Abschaffung des Bargeldes und dem Zwang zum Konto. Es geht lediglich um die Möglichkeit der Enteignung. Woher dies rührt ist recht einfach. Es ist hausgemacht! Denn die Banken bekommen von der EZB keine Zinsen mehr und geben somit auch keine Zinsen an die Sparer weiter. Die Sparer flüchten daher ins Bargeld und nicht in Investitionen wie von der Politik geplant und gewünscht. Eventuell liegt dies jedoch auch an der Tatsache, dass durch strenge Auflagen es sehr schwer geworden ist einen Kredit zu bekommen. Lustiger Weise hat im Jahr 2015 die EU verkündet, dass jeder Bürger das Recht auf ein Bankkonto haben muss und die Nationalstaaten haben dies sofort umgesetzt. Im selben Jahr wurde national auch in Österreich beschlossen, das man die GIS nur noch per Banküberweisung zahlen darf. Und 2017 folgt nun der Schlag dass alle Bürger GIS pflichtig sind egal ob sie ein Rundfunkgerät haben oder nicht. Klingt danach, als ob bald Staatsparolen aus Lautsprechern auf öffentlichen Plätzen durch den öffentlichen Rundfunk verbreitet werden wie in Nordkorea. Es lebe die Diktatur! Fakt ist, dass ohne Bargeld und dem einhergehenden Zwang alles über ein Konto laufen zu lassen, Tür und Tor offen steht für Enteignungen von Privatpersonen und wenn das nicht mehr reicht um den Staatshaushalt zu sanieren, von Firmen.

 

Im Jänner 2017 hat der öffentliche Rundfunk bekannt geben, dass die Nachfrage nach Bankschließfächern steigt. Die Menschen deponieren dort sowohl Schmuck als auch physisches Gold und vermehrt Bargeld. Ein Trick der Politik. Denn in Wahrheit muss gemeldet werden was deponiert ist. Und munter kann die Enteignung weiter gehen. Als nächstes wird sicherlich die Grenze für meldepflichtige Edelmetallkäufe von 15.000 Euro auf einen sehr niedrigen Betrag gesenkt. Nicht nur um zu wissen, wer wie viel Besitz sondern um in Zukunft zu verhindern, dass wie im Hollywood Blockbuster „John Wick“ die Gangster mit Goldmünzen anstelle von Bargeld bezahlen. Und mit Gangster meine ich hiermit alle Bürger und Unternehmer. Denn die Geschichte, siehe z.B. zweiter Weltkrieg hat uns gezeigt, dass die Menschen erfinderisch werden wenn es kein Bargeld mehr gibt. Bons, Gutscheine und Edelmetalle werden zum Austausch von Waren und Dienstleistungen benutzt.

 

Ein guter Freund und junger Unternehmerkollege fragte mich, wie er sein Geld in Zukunft anlegen sollte. Er ist top informiert betreffend Fonds und sonstigen alternativen Anlageformen bei denen man noch Rendite erzielen kann. Besser als ich wohl gemerkt. Liegt vielleicht auch an seinem jugendlichen Alter. Aber egal mein Rat war:

 

1     Teil Gold                    10 Teile Silber                    100 Teile Blei

 

Denken Sie einmal drüber nach was ich bis jetzt von mir gegeben habe. Natürlich können Sie das auch alles nachprüfen. Es sind ja belegte Fakten. Ein paar Fakten möchte ich jedoch noch los werden. Zu allem was ich hier nun zum Besten gegeben habe kommt noch die sogenannte Reichensteuer dazu. Eine Steuer auf Bankguthaben. Na klingelt es? Ja genau wir sprechen von Enteignung wie in Zypern. Unsere Politik lässt nur die vermeidlich armen Bürger selbst danach rufen. Aber im Grunde ist das nur ein Synonym für die Strafsteuer auf Bankguthaben. Oder haben Sie bereits eine Info wie hoch das Guthaben sein muss damit sie in diese angekündigte Reichensteuer hineinfallen? Ich weiß es nicht! Ich weiß auch nicht ob Passiva also Verbindlichkeiten wie Hauskredite, gegengerechnet werden können oder dürfen. Auch habe ich keine Information, ob dies nicht auch auf Firmenvermögen ausgeweitet wird. Eventuell wird es sogar so weit gehen, dass auch der Wert Ihrer Eigentumswohnung oder ihres Neuwagens zu ihrem Vermögen hinzugezogen wird. Da sind sie in der glücklichen Situation, und haben gerade ohne Schulden eine Eigentumswohnung gekauft, gut Ihr Erspartes ist dahin aber sie haben ja einen Gegenwert und das Geld ist sowieso nichts mehr wert und wird immer weniger am Konto. Da kommt plötzlich der Staat und sagt Sie haben ein Vermögen von 250.000 Euro in Form einer Wohnung und wir bekommen jetzt 10%. Ungut, wenn nichts mehr am Konto ist. Und schon sind sie in der Schuldenfalle. Schwarz konnten Sie ja auch nichts mehr zahlen da es kein Bargeld mehr gibt und zu allem Überfluss wurde auch ihr Bankschließfach teilweise enteignet da sie den meldepflichtigen Freibetrag überschritten haben. Gut, dass ist nun etwas weit hergeholt. Dennoch wurde dieses Thema schon in der Vergangenheit z.B. in Georg Orwells Roman 1984 thematisiert. Und die Gesellschaft steuert darauf zu.

 

Wenn Sie sich fragen was dies mit meinem Blog zu tun hat und den Themen welche ich bis dato behandelt habe, dann ist dies sehr einfach erklärt:

 

Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Bürgern (Angestellten / Arbeitern) gut. Und somit auch automatisch dem Staat.

 

Durch die Überreglementierung der EU aber auch durch krasse verehrende Fehlentscheidungen unsere Politiker hat die Wirtschaft in Österreich gelitten und leidet weiter. Die finanziellen Mittel welche durch den Wiederaufbau nach 1945 vorhanden waren und den Bürgern und natürlich den Unternehmen zu Wohlstand verholfen haben sind nicht nur seitens der Politik aufgebraucht worden, nein schlimmer noch es wurden Schulden gemacht um das System weiter am Leben zu erhalten. Die Generation 35 + versteht dies nur noch bedingt, da es entgegen dem erklärten und erlernten Weltbild steht. Die Jungen sehen dies anders zumindest die Hand voll, die es verstehen kann und noch nicht zu kompletten Idioten erzogen wurden. Denn der Großteil neigt eher zum funktionalen Analphabetismus als zu logischem Denken. Lieber online zocken als sich in die Wirtschaft wagen.

 

Die Politik der EU und der souveränen Nationalstaaten muss einsehen, dass die Unternehmen zu fördern sind. Steuerentlastungen in diesem Bereich sorgen für Wirtschaftswachstum, Investitionen und sorgen für Arbeitsplätze. All dies sorgt wiederum für steigende Steuereinnahmen. Doch solange die Politik dies nicht einsieht oder auf Grund von EU Verordnungen zum Gegenteil gezwungen wird, wir das BIP weiter schrumpfen, die Staatsverschuldung wird bald über 300 Milliarden steigen. Die Jobs werden noch weniger. Das Volk noch dümmer und die Steuereinnahmen sinken weiter. Ein Kollaps der Sozialsysteme in den Nationalstaaten ist die Folge und danach das was verhindert hätte werden sollen. Der Zerfall der EU und des Euros.

 

Ändern kann sich nur etwas, wenn Jobs welche Entscheidungen über den Fortbestand von Staaten und somit von Unternehmen haben nur noch aus der Wirtschaft besetzt werden. Früher wollten Wirtschaftsmagnaten dies nicht da die Honorare zu gering waren. Heute sitzen ungebildete Beamte ohne Erfahrung in diesen Bereichen dort, und die Honorare haben diese aus der Privatwirtschaft meist bereits deutlich übertroffen. Ja die Honorare und Gehälter sind so hoch, dass diese für viele Menschen gar nicht mehr begreifliche Dimensionen angenommen haben. Dies verhält sich übrigens im Bezug auf Schulden in der EU nicht anders. Die Zahlen sind nicht mehr begreiflich. Oder was halten Sie von 9300 Milliarden Euro Schulden. Das ist die Summe der Schulden welche die EU Krisenländer haben. Nur zur Info wenn sie im Monat 2000 Euro netto haben müssten Sie 387,5 Millionen Jahre arbeiten um das zu verdienen. Ich hoffe sie haben bereits im Phanerozoikum angefangen zu arbeiten. Sonst schaffen Sie es nicht mehr.  

 

Unternehmer erhebt euch gemeinsam nur dann kann etwas geändert werden.

 

Mit freundlichen Grüßen 

DI Robert Peterlik GmbH

 

 

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