Politik und Wirtschaft

 

Politik hat viele Facetten. Ob sie richtig oder falsch ist stellt sich in den meisten Fällen leider erst wesentlich später heraus. Man kann über die Vergangenheit in Österreich und Deutschland sagen was man will. Und ich habe nicht vor hier ein ethisches Thema zu behandeln! Die Politik war bis in die 1980 Jahren, wenn man darüber nachdenkt, wirtschaftlich inspiriert. Es wurde Pakete geschnürt, die die Wirtschaft anregten. Wie gesagt unabhängig davon ob es langfristig gut war oder im Nachhinein als sinnvoll zu betrachten ist. Fakt ist, dass die Politiker mitdachten und auf ihre Weise versuchten, das Staatsbudget aufzubessern in dem Sie versuchten die Wirtschaft zu stärken.

 

In den 1990er Jahren verlagerte sich die Angelegenheit etwas, die Politiker stellten fest, dass die alten Systeme in Bezug auf die Wirtschaft nicht funktionierten und zu erheblichen Budgetlöchern im Staatshaushalt geführt haben. Sie versuchten zwar weiterhin neue Basics zu kreieren und damit einerseits den Staatshaushalt wieder auf die Beine zu helfen, begannen aber auch massiv sich selbst zu bereichern.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt, wollte kein namhafter Industrieller oder Unternehmer in die Spitzenpolitik, da die Einkünfte der Politiker einfach wesentlich geringer waren als die aus der Privatwirtschaft. Die Politik begann gegenzusteuern, um Ökonomen aus der Privatwirtschaft zu gewinnen. Merkten aber bald, dass auch ein Politiker aus dem Beamtentum mit diesem neuen System gut verdiente. Somit war das Prinzip bis auf einige Ausnahmen wie etwa Mag. Karl Heinz Grasser recht bald wieder zu den Akten gelegt. Weiterhin und immer mehr herrschten und herrschen nun Politiker, die noch nie in der Privatwirtschaft tätig waren und auch noch nie Löhne bezahlen mussten. Ein klar denkender Mensch stößt hierbei durchaus auf Unverständnis.

 

Mittlerweile, geht die Politik wieder neue Wege, behauptet sie zumindest. Als Kanzler wurde ein Manager eingesetzt. Allerdings eines ehemaligen Staatsbetriebes und nunmehr staatsnahen Betriebes. Eine Augenauswischerei also. Auch gibt es keine neuen Anreize für die Unternehmer mehr! Die Steuern sind exorbitant hoch. Sanktionen behindern den Außenhandel und die EU Vorschriften machen Wirtschaften im eigenen Land zu einem Spießrutenlauf! Die Politik scheint in diesem Zusammenhang entweder keine neuen Ideen mehr zu haben oder einfach aus der Vergangenheit nichts gelernt zu haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum System aus der Schublade geholt wurden, die in den 1930er Jahren bereits zum Kollaps und zu Massenarbeitslosigkeit geführt haben. Oder warum man mit Gewalt versucht die Österreicher aus den handwerklichen Berufen zu drängen. Ganz abgesehen von einem kontraproduktiven Gastarbeitersystem welches leider jenem aus den 1970er Jahren nicht einmal im Ansatz ähnelt. Und auch nicht mehr anzuwenden ist.

 

In den 1970er und 1980er wurden Gastarbeiter aus der Türkei oder dem damaligen Jugoslawien nach Österreich geholt. Diese wurden als günstige Fabrikarbeiter oder Hilfskräfte eingesetzt. Ein Etablieren war problemlos möglich! Heute werden Syrer und Afrikaner geholt, die sicherlich über einen ähnlichen oder noch geringeren Wissensstand als die damaligen Gastarbeiter verfügen und es wird seitens der Politik versucht das alte damals funktionierende System neuerlich zu etablieren. Dabei hat unsere Politik jedoch vergessen, dass wir keine Facharbeiter mehr haben, die diese Personen anlernen. Firmen beklagen sich schon lange, auch bei der Politik, über den Mangel an Facharbeitern sowie die schrumpfenden Lehrlingszahlen. Leider hat unsere Politik völlig falsch reagiert. Anstatt die Lehre zu fördern, werden Gastarbeiter hereingeholt. Leider gibt es kaum noch jemanden der diese ausbilden kann. Somit sitzen wir nun auf tausenden Personen, welche nicht mehr in das Wirtschaftssystem zu integrieren sind, aber andererseits von unserem Sozialsystem profitieren!

 

Apropos Sozialsystem. Jene Gesellschaftsschicht welche am seltensten krank wird sind die Unternehmer. Sicherlich auch da es Taggeld erst ab dem 45 Krankheitstag gab. Kanzler Kern sorgte dafür, dass dies auf den 5ten Tag reduziert wird. Leider gibt es aber nur mehr etwas wenn man keine Privatversicherung hat. Die haben aber die meisten Unternehmer, da das Krankensystem bei den Unternehmern die am seltensten krank werden und Arbeitsplätze schaffen am schlechtesten ist. Am besten ist es übrigens nach wie vor bei den Beamten. Die statistisch gesehen auch am häufigsten krank werden.

 

Als Unternehmer ist es bedauerlich zusehen zu müssen, wie Steuern steigen, Geld weniger wert wird und somit Import teurer wird, wie Lohnnebenkosten für Angestellte sinken, aber die Dienstgeberbeiträge steigen. Wie Exporte durch Embargos eingeschränkt werden. Wie Arbeitslosenzahlen steigen da Personal unlesbar wird. Wie einem Gastarbeiter als Fachkräfte verkauft werden welche sich dann im Berufsleben als dauerhaft unbrauchbar und teilweise auch unwillig herausstellen. Da soll sich noch einer Fragen warum die Unternehmen alle in sogenannte Flat Tax Länder wie etwa die Slowakei abwandern. 19% Flattax auf Gewinne und nicht wie in Österreich 27,5 KESt und 25% KöSt.

 

Ich selbst habe erlebt, wie aus einer Gruppe Albaner aus einer Firma einer gekündigt hätte werden sollen. Die ganze Firma verfügte damals über rund 35 Mann Personal davon 15 Albaner. Das Oberhaupt ist zum Chef gegangen und hat in gebrochenem Deutsch mitgeteilt, dass alle 15 Mann gehen, wenn der einen gekündigt wird. Die Auftragslage war gut und der Zusammenhang dieser Truppe hoch. Ausnahmslos alle arbeiten immer noch in dieser Firma. Der Chef hat sich, auf Grund hoher Auftragslage und der Gewissheit des Facharbeitermangels, erpressen lassen. Ich riet davon ab. Er hätte hören sollen. Die Arroganz einiger dieser Personen aus dieser Truppe ist mittlerweile so derartig hoch, dass sie wirtschaftlich nicht mehr tragbar sind. Aber immer noch im Unternehmen.

 

Alles in allem, gehe ich nicht davon aus, dass unsere Politik noch Einsicht zeigen wird. Es wird also auf nationaler Ebene zum Kollaps kommen. Und wie es zurzeit aussieht relativ zeitgleich auch auf EU Ebene. Aber vielleicht ist gerade das gewünscht!

 

Neustart?

 

Ein kleines Danke an dieser Stelle übrigens den LH Stv. Johann Schürzt, der gemeinsam Mit dem LH Hans Niessel in unserem schönen Burgenland zeigt, dass es auch ein Miteinander der Parteien geben kann welches nicht nur konkrete Ziele formuliert sondern auch umsetzt und damit Arbeitsplätze schafft!  

 

 

DI Robert Peterlik GmbH

 

Bild: Der FPÖ Politiker Landeshauptmann Stv. (Burgenland) Johann Tschürtz und der Unternehmer Baumeister DI Robert Peterlik MSc

 

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