Erwartungen an das Leben

 

Ab der Geburt eines Menschen haben andere Menschen Erwartungen an diesen Menschen. Mit einem gewissen Alter, meist mit der Pubertät oder danach, entwickelt ein Mensch selbst seine Erwartungen an das Leben. In den seltensten Fällen sind dies Erwartungen, die sich dieses Individuum selbst zusammengereimt hat. Viel eher sind es Fragmente jener Erwartungen von Personen welche maßgeblich Einfluss auf diese Person hatten. Mit zunehmender Digitalisierung, aber auch mit zunehmenden Kommunismus in Österreich, übernimmt dieser Rolle mehr der Staat und natürlich Fernsehen und Internet als die Eltern, Großeltern oder sonstige Respektspersonen wie Lehrkörper. Unser staatliches Bildungssystem besteht aus zwei Einheiten. Der Pflichtschule zu einem, welche durch eine gewisse Frau Heinisch Hosek katastrophal demontiert wurde und nur mehr einen dünnen Einheitsbrei ohne Literatur und echter Bildung vermittelt der alle gleich dumm halten will. Und auf der anderen Seite das staatliche Bildungsfernsehen, das seinen Lehrauftrag sowieso schon vergessen hat und politisch ständig Partei ergreift. Beides raubt den Eltern und natürlich auch den Großeltern die ja auch noch so jung sind, dass sie noch arbeiten müssen die Zeit mit den Kindern. Kürzlich wurde ja thematisiert die Karenz auf ein Jahr zu reduzieren. Alles Thematiken, die dafür sorgen, dass unsere Kinder ja schon früh vom Staat übernommen werden müssen und erzogen werden. Denn nur ein gefügiger Bürger ist ein braver Bürger und nur ein dummer Bürger ist ein Wähler ohne eigenes Gedankengut.

 

Ich finde diese Entwicklung bedauerlich und ich bin beim besten Willen kein Soziologe.

 

Aber zurück zu den Erwartungen. Wenn ich also dumm bin und nichts anderes kenne als das was mir der Staat vorgibt und eben Internet und TV dann stellen sich meine Ansprüche an das Leben eben auch auf dieses Niveau. Ich muss dabei immer an George Orwells Roman 1984 denken in dem aus einem Gerät an der Wand immer eine Stimme erklärte wie gut es allen geht. Das Gerät konnte man gar nicht abstellen. Dieses Gerät überwachte auch die Bürger von früh bis spät. Die Parallelen zu den kürzlich enthüllten CIA Akten über WhatsApp und Co kommen dem schon sehr nahe wie ich finde.

 

Wenn ein Kind also nicht mehr die subjektiven Werte seiner Vorgänger vermittelt bekommt, sondern eben nur noch den Einheitsbrei aus dem Lautsprecher, dann fehlt mir etwas die Individualität. Fehlt die Individualität in der Bevölkerung, kommt auch die Kreativität zu kurz. In so einem System, in dem nur noch gleich schlecht und vor allem gleich erzogene Menschen leben, bei den jedes Niveau und jeder Standard gleich ist, ist Kontrolle von oben überaus einfach. Und wenn mich mein Wissen der Geschichte nicht völlig im Stich lässt, dann nennt man das Kommunismus.

 

Oder wie ich es nenne, der Weg zum Verlust des Mittelstandes. Denn dann gibt es nur noch eine kleine Wissenselite, eine elitären Kreis der die Geschicke der Unterschicht steuert und manipuliert. Wer diesem Promillesatz angehört hat es geschafft und der Rest der Bevölkerung ist so weit unten, dass sie gar nicht mehr begreift, dass es diese Gruppe gibt.

 

Da wir, meiner subjektiven Meinung nach, genau in diese Richtung steuern, sinken die Erwartungen an das Leben nicht nur, sie vereinheitlichen sich auch. Fragen Sie doch mal in einer Volksschulklasse nach was sich die Kinder wünschen. Der Tenor ist gleich, das was gerade in den Medien angepriesen wird. Subjektive Wünsche und Werte gibt es nicht mehr.

 

Früher war die Mutter zuhause in der Karenz bis das Kind drei Jahre alt war. Danach hat die Oma geschaut, wenn das Kind vom Kindergarten gekommen ist. Da die Oma jetzt aber auch noch arbeitet und die Karenzzeit bereits jetzt drastisch gekürzt wurde und noch weiter beschnitten werden soll und gleichzeitig das Alter steigt bis zu welchem man arbeiten muss, ist zur Zeit das Gegenteil Usus. Der Staat hat übernommen.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich anmerken, dass auch die Vorstellungen was aus den Sprösslingen der mittlerweile 45+ Generation werden soll, nicht mehr Zeitgemäß sind, da sich das Leben und die damit verbundenen Systematiken und Thematiken verändert haben. Aber immer noch besser als Staat und TV!

 

Wenn jemand also keine Erwartungen hat, oder anders formuliert Erwartungen stellt, die so primitiv niedrig sind, dass sie für klar denkende Mensch meines Alters als plumper Schwachsinn erschien, dann hat das Einheitssystem gewonnen.

 

Jeder Mensch sollte seine eigenen Wünsche und Sehnsüchte entwickeln und haben. Jeder Mensch sollte diese auch selbst verwirklichen können, wenn er daran arbeitet. 

 

Als Unternehmer habe ich mit unseren Nachwuchskräften, die es ja sowieso nur noch für das Büro aber nicht für manuelle Arbeit gibt so mein Problem. Denn noch vor 15 Jahren hätte ich keine genommen auch nur für die niedrigste körperliche Arbeiten. Da der Wille und der Intellekt also die Bildung fehlt. Ich mache diesen Menschen keinen Vorwurf und auch nicht deren Eltern. Viel mehr bemühe ich mich diese Individuen für ihren gewählten Beruf vorzubereiten so gut es geht.

 

Wenn ich diese Herrschaften nach Zielen frage, sind die Antworten wie bei der Frage nach den Erwartungen relativ ähnlich

 

Schauen wir mal ich weiß noch nicht.

 

Wenn ich frage wo sie ich in 10 Jahren sehen, wissen sie nicht mal welche Möglichkeiten sie haben. Nicht mal mehr die freche Antwort:“ Auf ihrem Stuhl!“ kommt mehr.

 

Unsere Jugend hat die Erwartungen an das Leben verloren.

 

Ich wollte seit ich denken kann Chef werden. Habe dafür gearbeitet und tue das immer noch. Aber ich habe mein Ziel definiert und erreicht! Die Erwartungen die mich dazu geführt haben waren gemischt, durchzogen von Belehrungen, schönen Momenten, Erfolgen und Rückschlägen.

 

Ich denke mein Erwartungen waren etwas hoch gegriffen, aber ich bin ja auch noch nicht am Ende meines Tuns.

 

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