Konkurs

 

Der Begriff Konkurs ist ein Unterbegriff des Insolvenzverfahrens in welchem neben dem Konkurs noch der Begriff des Sanierungsverfahrens definiert ist.

 

Als Insolvenz bezeichnet man die Zahlungsunfähigkeit und / oder die Überschuldung eines Unternehmens oder einer Privatperson (Privatkonkurs). Also jenen Zustand in der der Schuldner nicht mehr in der Lage ist seinen finanziellen Verpflichtungen zeitgerecht nachzukommen.

 

Von Überschuldung spricht man übrigens wenn der Schuldenstand die Vermögenswerte (Immobilien, Inventar, Lagerware, etc.) überschreitet und die Aussicht auf eine Besserung zeitnahe nicht als gegeben angesehen erden kann.

 

Das Verfahren wird übrigens in der Edikts Datei öffentlich gemacht und ist für jedermann einsehbar. Hier ist auch ersichtlich, ob es sich um einen Konkurs oder ein Sanierungsverfahren handelt. (Sanierungsverfahren ist vergleichbar mit vormals Ausgleich).

 

Der Antrag auf Konkurs kann selbst eingebracht werden, oder durch einen Dritten (Gläubiger), welcher eine Forderung an den Schuldner hat, welche trotz Mahnung nicht beglichen wurde. Stellt der Schuldner nicht selbst den Antrag sondern wird dieser durch einen Gläubiger gestellt, muss dieser die Zahlungsunfähigkeit vor Gericht jedoch glaubhaft machen. Die Kosten für den Antrag belaufen sich auf ca. 35 Euro.

 

Das Gericht prüft anschließend die Situation und fordert den Gläubiger auf die Anlaufkosten von ca. 4000 Euro zu hinterlegen. Kommt dieser der Forderung nicht nach, kommt es zur Ablehnung des Konkursverfahrens mangels Kostendeckung. In diesem Fall hat auch noch der Gläubiger die Möglichkeit die Kosten zu übernehmen. Dies rechnet sich jedoch nur bei ausreichendem Massevermögen.

 

Kommt es zum Konkursverfahren, wird ein Masseverwalter bestellt. Dieser ist verpflichtet das Unternehmen zu schließen und alles zu Geld zu machen bzw. die Firma zu verkaufen und offenen Forderungen einzutreiben. Dies gilt sinngemäß auch für den Privatkonkurs.

 

Sollten Sie in den Edikten den Satz „der Konkurs ist geringfügig“ lesen, bedeutet dies, dass keine oder nur sehr geringe Masse vorhanden ist. Eine schlechte Ausgangssituation.

 

Alternativ kann es zu einem Sanierungsverfahren kommen. Hier unterscheidet man zwischen Eigenverwaltung und Fremdverwaltung. Die Fremdverwaltung erfolgt wieder durch einen Masseverwalter die Eigenverwaltung durch den Schuldner selbst. In diesem Fall wird das Unternehmen weitergeführt, entweder durch den Schuldner oder durch den Masseverwalter, und die Gläubiger erhalten eine Abschlagszahlung. Der große Nachteil, viele Gläubiger weigern sich in der Folge zu liefern bzw. streichen Sonderkonditionen und verkürzen die Zahlungsziele. Was die wirtschaftliche Situation oftmals weiter verschlechtert.

 

In beiden Fällen wird eine Quote festgelegt und ein Zeitrahmen in welchem dieser an die Gläubiger zu begleichen ist. Im Normalfall binnen 7 Jahren. Beträgt die Forderung des Gläubiges 1.000 Euro und die Quote 12 % dann hat der Schuldner 120 Euro zu zahlen. In monatlichen Raten. In diesem Fall 1,43 Euro im Monat auf 7 Jahre.

 

Um garn nicht erst in eine solche Situation zu kommen, empfiehlt es sich daher gelegentlich sein Unternehmen oder seinen Haushalt unabhängig von einem Berater durchleuchten zu lassen. Dieser sieht oftmals Einsparungspotential wo sie es auf Grund von Betriebsblindheit nicht mehr sehen und hilft ihnen zu optimieren. Diese Hilfe kann auch noch kurz vor einem drohenden Verfahren in Anspruch genommen werden. Oft hilft diese externe Meinung und der Wille etwas zu verändern, noch einmal Zahlungsaufschübe zu erlangen.

 

Übrigens die SVA und das Finanzamt sind immer am gefährlichsten. Die fackeln nicht lang und schicken gleich mal in den Konkurs.

 

 

 

Wir beraten Sie gerne, egal in welcher Situation.

 

Übrigens unter:

 

http://www.ediktsdatei.justiz.gv.at/edikte/id/idedi8.nsf/suche!OpenForm&subf=e

 

können Sie sehr leicht feststellen ob eine Privatperson oder ein Unternehmen in Konkurs oder Sanierungsverfahren ist.

 

 

 

DI Robert Peterlik GmbH

 

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