Nutzwertgutachten / Parifizierung

 

Grundsätzlich haben Sie als Eigentümer einer Wohnanlage die Möglichkeit zwischen schlichtem Miteigentum oder Wohnungseigentum zu unterscheiden. Jedoch spätestens dann wenn Sie ein Wohnung aus der Anlage verkaufen wollen, benötigen Sie wohl Wohnungseigentum. Denn Banken tragen Finanzierungen nur dann ins Grundbuch ein, wenn sie genau definieren kann zu welcher Wohnung die Finanzierung gehört. Auch für den Verkäufer ist es besser. Denn bei schlichtem Miteigentum wird die Finanzierung auf die gesamte Anlage eingetragen und auf eine spezifische Wohnung.

 

Die Nutzwertberechnung bestimmt das Verhältnis der Eigentumsanteile der einzelnen Miteigentümerinnen und Miteigentümer (zum Beispiel eines Wohnhauses) untereinander. Aufgrund der genau bestimmten Anteile kann ein Berechnungsschlüssel festgelegt werden. Er dient zum Beispiel dazu, den Betriebskostenanteil der einzelnen Eigentümerinnen und Eigentümer zu ermitteln.

 

Der Nutzwert wird aus der Nutzfläche der Wohnung oder der sonstigen Räumlichkeit errechnet. Zuschläge und Abstriche gibt es für werterhöhende oder wertvermindernde Unterschiede. Erdgeschosswohnungen haben etwa einen geringeren Nutzwert als gleich große Wohnungen in mittleren Geschossen, Wohnungen in Nordlage einen geringeren Nutzwert als Wohnungen in Südlage. Anträge auf (Neu)Festsetzung der Nutzwerte werden bei der Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (MA 50) oder der zuständigen BH eingereicht: Festsetzung der Miet-/Nutzwerte.

 

Machen dürfen diese Gutachten lediglich gerichtlich beeidete Sachverständige für Hochbau oder Immobilienwesen sowie Ziviltechniker für Hochbau. Mit dem Rundsiegel oder dem Wappensiegel (Bundesadler) wird das Gutachten grundbuchsfähig und kann somit ins Grundbauch eingetragen werden.

 

Gerne beraten wir bei Ihrem Projekt und erstellen das entsprechende Gutachten für Sie.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

DI Robert Peterlik GmbH

 

 

 

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